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Sportplatzerweiterung in Hohenlinden: Noch Diskussionsbedarf

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Von: Friedbert Holz

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Letztes Jahr gab es eine Verkehrsschau am Sportplatz, weil die  Einfahrt um ca. 100 Meter nach Norden Verlegt werden soll Auf dem Bild Jennifer Amin-Amer (Landratsamt), Beatrice Huber (Gemeinde) Bürgermeister Ludwig Maurer und  Stephan Mittermaier von der Polizei.
Letztes Jahr gab es eine Verkehrsschau am Sportgelände, weil die Einfahrt um ca. 100 Meter nach Norden Verlegt werden soll Auf dem Bild Jennifer Amin-Amer (Landratsamt), Beatrice Huber (Gemeinde), Bürgermeister Ludwig Maurer und Stephan Mittermaier von der Polizei. © Stefan Rossmann

Das Thema Sportplatzerweiterung in Hohenlinden nimmt Fahrt auf. Jetzt hat sich der Gemeinderat mit einigen Fragen beschäftigt.

Hohenlinden – Gleich zwei Tagesordnungspunkte beschäftigten den Gemeinderat zu einem einzigen Thema: die Erweiterung des Sportgeländes. Wie berichtet, möchte die Gemeinde das bisherige Areal in Richtung Forstern entlang der Erdinger Straße erweitern. Dazu sind jedoch Änderungen sowohl im Flächennutzungsplan als auch ein neuer Bebauungsplan für diese umfangreiche Baumaßnahme notwendig.

Nicht unwesentliche Punkte dabei: die Diskussion über mögliche Hochwasser-Risiken auf dem Gelände sowie die Verwendung eines Kunstrasens. Die Anhörung verschiedener übergeordneter Behörden hatte ergeben, dass vom Landratsamt in Ebersberg Emissionsvorschriften und Lärmschutz auch am neuen Gelände zu beachten sind. „Eine Lärmschutzwand in Richtung der dortigen Nachbarbebauung wäre eigentlich Pflicht für uns als Gemeinde“, erklärte Bürgermeister Ludwig Maurer.

Gemeinde will mit Anwohnern sprechen

Ob eine solche Maßnahme wirklich nötig und von den Anliegern gewünscht ist, soll in einem Gespräch mit ihnen noch erörtert werden. In jedem Fall, sagt das Amt, dürfe dort kein Spielbetrieb länger als bis 23 Uhr dauern.

Konkret auch die Anmerkungen des Staatlichen Bauamts Rosenheim: Für das erweiterte Sportgelände ist eine neue, separate Zufahrt von der Erdinger Straße aus erforderlich. Etwa in der Mitte des neuen Parkplatzes ist diese vorgesehen, mit Tempolimit 50 km/h, das Hohenlindener Ortsschild muss daher auch etwas weiter in Richtung Forstern postiert werden. „Die bisherige Zufahrt“, so Maurer, „sollte dann hauptsächlich als Weg für Fußgänger und Radfahrer genutzt werden, auch im Hinblick auf das benachbarte Senioren-Zentrum“.

Heikles Thema Hochwasserschutz

Der wohl sensibelste Punkt am neuen Gelände scheinen jedoch das vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim als kritisch bezeichnete Hochwasser-Risiko zu sein sowie die geplante Verwendung eines Kunstrasens dort. Vor allem die Fraktion der Grünen im Gemeinderat wittert hier Gefahr: „Der nahe Kapuzinergraben könnte wegen dieser unnatürlichen Oberfläche, auf der Wasser kaum versickern kann, schnell voll laufen“, argumentierte Winfried Rohrbach.

Und sein Partei-Kollege Johannes Rumpfinger ergänzte, ganz grundsätzlich: „Bei Kunstrasen gibt’s keine Öko-Variante“. Martin Huber (Die Bürgerlichen) gab außerdem zu bedenken, „dass wir bei Verwendung einer künstlichen Oberfläche mehr Ausgleichsfläche anbieten müssen als bei natürlichem Bewuchs“.

Rathauschef Maurer: „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Planungen, es gibt derzeit keinen finalen Beschluss über die Beschaffenheit dieser Sportfläche. Zunächst sollten wir uns über alle Möglichkeiten informieren und Machbarkeiten prüfen, auch die Wirtschaftlichkeit. Bevor wir uns entscheiden, braucht es noch eine Aussprache“. Derzeit bestehe lediglich eine Option auf Kunstrasen, „wir wollen hier die beste Variante haben“. In jedem Fall aber soll das erweiterte Gelände um rund 25 Zentimeter höher liegen als der bestehende Sportplatz, aus Gründen der besseren Ableitung von möglichem Oberflächenwasser.

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