Zu alt: Nach 50 Jahren soll das Pfarrheim abgerissen werden. Foto: Dziemballa

Pfarrheim: Abriss und Neubau

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Hohenlinden - Das Hohenlindener Pfarrheim ist in die Jahre gekommen. Eine Sanierung lohnt nicht mehr, sagt man im Dorf schon lange. Nun sind die Würfel gefallen. Im neuen Jahr wird das Anwesen abgerissen. Was folgen wird, ist ein kompletter Neubau.

Das St. Josef Pfarrheim nahe der Hohenlindener Schule stammt aus den 60er Jahren. Und es macht seit Jahren Probleme. Das Fundament ist feucht, die Isolierung schlecht. Es fehlenden Wärmedämmungen. Das größte Manko aber ist: Damals hatte man solche Versammlungsräume gerne auch mal auf zwei Ebenen gebaut. Für Besucher, insbesondere ältere Menschen mit Gehbehinderungen, ist der kleine, aber feine Pfarrsaal der Katholiken in Hohenlinden nur mit besonderer Erschwernis zu erreichen. Manche blieben auch schon deshalb Veranstaltungen schlichtweg fern.

Dagegen gebe es ja Lösungen. Der Einbau eines Lifts zum Beispiel. Oder aber das Anbringen einer wie auch immer gebauten Außenanlage zur Überbrückung des Höhenunterschieds. Teure Maßnahmen, die nicht wirklich das Problem lösen.

Schon seit längerer Zeit steht man pfarreiintern vor der Frage: Generalsanierung oder Abriss und Neubau? Tendenziell war in Hohenlinden irgendwie immer klar: Eine Sanierung ist nicht die zielführende Lösung.

Besonders deutlich machte man das, als im Jahr 2015 die Kirchenverwaltung das Angebot des Erzbistums für eine Generalsanierung zu deren Erstaunen ablehnte, obwohl die Mittel dafür zur Verfügung gestanden hätten. Nach Bewertung der Immobilie durch ein Architektenbüro war man sich sicher, dass nur ein Neubau angestrebt werden sollte.

Die Würfel sind jetzt in der Tat in diesem Sinne gefallen. Erst in diesen Tagen wurde ein Honorarvertrag mit einem Architekten abgeschlossen, der bereits einen Plan für einen Neubau gezeichnet hat. Gefordert ist demnach ein Bau ohne Lift und Höhenunterschieden. Eine Lokalität also, die mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen ohne Schwierigkeiten besucht werden kann. Man müsse, so der Kirchenpfleger Josef Gallenberger, beachten, dass die Menschen halt immer älter würden.

Die Rede ist nunmehr von einem Pfarrsaal, der 84 Quadratmeter groß werden wird und teilbar sein soll. Zugleich soll das neue Haus einen Jugendraum, das Pfarrbüro und das Pfarrarchiv beherbergen. Der entsprechende Plan sei bereits geprüft, genehmigt und auch finanzierbar, frohlockt Gallenberger. Und rechnet mit Gesamtkosten des neuen Pfarrhauses in Höhe von 800 000 bis 900 000 Euro. Soviel hätte auch eine Grundsanierung gekostet, heißt es.

Auch das Erzbistum habe die Lage neu bewertet und erkannt. Und den Neubau mit der Auflage genehmigt, dass die Pfarrei in Eigenverantwortung das Bauvorhaben durchführt, so Gallenberger.

Einen formellen Bauantrag an die politische Gemeinde gibt es freilich noch nicht. Dazu habe man erst noch die Vertragsunterzeichnungen mit dem Architekten abwarten müssen. Anfang des neuen Jahres aber werde man so weit sein. Intern werde es in der zweiten Januarwoche eine Art Auftaktveranstaltung geben. Dann, so Gallenberger, werde das Thema Pfarrheim-Neubau so richtig Tempo aufnehmen. In eineinhalb bis zwei Jahren (nach dem Abriss) rechnet man damit, das neue Haus einweihen und beziehen zu können. Seniorenveranstaltungen sollen in der Bauphase im Wendlandhaus durchgeführt werden.

Das benachbarte Pfarrhaus, in dem Pfarrvikar Budner wohnt, ist von den Planungen im Pfarrheimbereich nicht betroffen. Außer, dass das dort untergebrachte Büro dann irgendwann einmal ausgelagert werden wird.

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