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Organisatorin Martina Oster.

Quizvergnügen in Hohenlinden

Spielwiese für Schlauköpfe

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Wir Deutschen sind ein Volk der Quizzer. Die Pilawas, Kerners und Pflaumes halten die Quiz-Mania bundesweit am Laufen. Martina Oster kümmert sich nun lokal um Ratespaß.

Hohenlinden – Welche berühmten Backwaren lassen sich mit den nachfolgenden deutschen Städten direkt verbinden? Dresden, Nürnberg, Lübeck, Aachen, Bremen?

Zur sächsischen Hauptstadt fällt hoffentlich jedem der „Stollen“ ein. Zur fränkischen Metropole der Lebkuchen. Dass in der Hansestadt an der Ostsee Marzipan zuhause ist, weiß jedes Kind nicht nur zur Weihnachtszeit. Und in der rheinischen Kaiserstadt im Dreiländereck mit Belgien und den Niederlanden sind es die Printen.

Bis hierhin ist es ja noch einfach. Aber was ist mit Bremen? Becks-Bier ist schließlich keine Backware. Und das Fischbrötchen einer Fischrestaurantkette, der „Bremer“ kann ja wohl nicht gemeint sein. Hier also wird’s haarig. Hier wird die Frage eine für Profis. Für Quiz-Profis.

Genau die sucht Martina Oster. Die Mittbacherin weiß natürlich, dass das Quizzen hierzulande boomt und boomt – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Kein Tag, an dem nicht im Fernsehen oder im Radio irgendwer nach irgendwas fragt. Da ist für jeden was dabei. Etwa so dummes Zeug wie: Was zieht ein Angler an (s)einem Haken aus dem Wasser. Einen Fisch oder ein Autowrack? Aber eben auch Fragen nach Bremer Spezialitäten. Wer dann weiß, dass es sich dabei um Klaben handelt, der kann schon mal was gewinnen. Zumindest Ansehen. Klaben, um das auch noch aufzulösen, ist ein stollenähnlicher Kuchen aus Hefeteig mit Rosinen.

Die Frage nach der traditionsreichen Bremer Köstlichkeit hat sich die 59-Jährige Eventmanagerin aus dem Nachbarlandkreis zwar nicht selber ausgedacht, wohl aber schon mal an einem Quizabend in Ebersberg mit immerhin 28 Teilnehmern gestellt.

Dort gab es sogar ein Quiz-Dinner, also eine Kombination aus Quizvergnügen und Essen.

Um Rätseln, grübeln, denken und Kopfzerbrechen, also um Ratespaß für jedermann, geht es demnächst wieder. Die gebürtige Brandenburgerin und gelernte Gymnasiallehrerin (Biologie und Geografie) moderiert den ersten Quizabend in der Hohenlindener Wendlandhalle am Freitag, 19. Januar. Und hofft, dass sich nun möglichst schnell möglichst viele trauen, an diesem gesellschaftlichen Vergnügen teilzunehmen.

Angesprochen fühlen sollen sich alle, die ihre eigene Freude am Quizzen schon entdeckt haben. „Angst, sich blamieren zu können, sollte niemand haben“, sagt die Moderatorin.

Immerhin spiele man bei diesem Wettbewerb in Teams gegeneinander. Und schließlich werde sie aus einem riesigen Fundus an Quizfragen zurückgreifen, den die „Fachliteratur“ inzwischen bereithalte und der einem Quizmaster die Chance bietet, auch schnell zu improvisieren und die Qualität der Fragen anzupassen. Nichts, weiß die Organisatorin des Abends, nerve mehr als zu leichte und viel zu schwere Fragen. Fragen aus den Bereichen Zeitgeschichte, Naturwissenschaften, Gastronomie, Politik, Allgemeinwissen, Film und Theater oder Showbusiness.

Daher verspricht sie mal locker einen „außergewöhnlichen Quiz-Abend“. Und wirbt: „Spielen Sie mit guten Freunden oder neuen Bekannten. Sie spielen im Team gegen andere Teams, denn vier wissen mehr als nur zwei. Sie kommen als Team, oder das Team wird am Abend zusammengestellt.“

Übrigens: In Ebersberg hatte am Ende ein Team bestehend aus Lehrern gewonnen. Weil sie u.a. wussten, dass sich ein Viertel aller Knochen in einem menschlichen Körper im Fuß befinden.

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