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Hier ist Schluss im Forst. Die Gemeinde Hohenlinden hofft auf den Weiterbau des Radlwegs. 

Hohenlinden hofft

Radweg nach Ebersberg: Chancen steigen

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Es ist noch viel zu tun, aber die Chancen für den Bau eines Radwegs von Hohenlinden nach Ebersberg steigen. Davon geht die Gemeinde derzeit aus.

Hohenlinden/Ebersberg – Eigentlich ist die Gemeinde Hohenlinden schon ganz gut ins regionale Radlwegenetz eingebunden. Es gibt eine ausgezeichnete und, wie es heißt, auch rege genutzte Verbindung nach Forstern und weiter nach Erding. Bürgermeister Ludwig Maurer hofft, dass noch heuer mit dem Bau eines Radlweges entlang der B 12 nach Maitenbeth Richtung Haag und Mühldorf begonnen werden kann.

Ein Projekt, das manche am Ort zwar nicht für sonderlich wichtig erachten, aber aus Sicht der Gemeinden im Nachbarlandkreis Mühldorf sehrwohl. Mit einer Verwirklichung dieses Teilabschnitts bestünde immerhin eine direkte, regionale Radlverbindung zwischen Altötting und München, hatte der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch (Mühldorf) einmal der EZ gesagt. Er war bislang eine der treibenden Kräfte dieses Projekts. Der Grunderwerb sei immerhin schon mal gesichert, berichtet Maurer auf Anfrage der Heimatzeitung. Was die Hoffnungen nährt, dass in absehbarer Zeit eine Realisierung in der Tat anstehen könnte.

Aber der Fokus richtet sich bei der Vervollständigung eines Radlwegenetzes rund um Hohenlinden eben auch auf eine Lösung Richtung Ebersberg. „Sehr wichtig“, sagt Maurer dazu. Wissend, dass alles, was die Verbindungen zwischen Hohenlinden und der Kreisstadt stärkt, gut und richtig ist.

Was die Gemeinde Hohenlinden angeht, hat man diesbezüglich quasi die Hausaufgaben schon längst gemacht, ja sogar vollzogen. Den Radweg entlang der Staatsstraße 2086 gibt es nicht nur bis zur Gemeindegrenze, sondern auch darüber hinaus, so Maurer. Um die Sauschütt entsprechend sicher erreichbar zu machen.

Was das gemeindefreie Mittelstück angeht, hatten die staatlichen Forstbetriebe zuletzt immer wieder ihr Wohlwollen für einen straßenbegleitenden Radweg signalisiert. Eine offizielle Bauerlaubnis der Bayerischen Staatsforsten liegt aber bis dato noch nicht vor.

Der Ebersberger Kreistag hat sich ebenfalls schon mit dem Thema befasst. Grundsätzlich positiv wird eine solche Maßnahme in der Stadt Ebersberg gesehen. Und auch Landrat Robert Niedergesäß hatte immer wieder mal seine Sympathien für das Projekt bekundet. Nicht zuletzt wohl auch, weil man sich im Landratsamt besonders motiviert fühlt mit dem inzwischen erfolgten Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK).

Probleme macht der Bannwald

Von knapp drei Kilometern immerhalb des Forstes ist auszugehen. Aber die machen viel Arbeit. Immerhin geht es hier – auch wenn „nur“ die Rede ist von einem ca. fünf Meter breiten Streifen entlang einer Staatsstraße – formell um einen Eingriff in einen Bannwald. Daraus ergebe sich jedoch eine schwierige ökologische Ausgleichsproblematik, so Kreissprecherin Evelyn Schwaiger auf Anfrage. Bannwaldausgleich sei anspruchsvoll, weil entsprechende Flächen direkt an den Forst angrenzen müssten.

Hochgerechnet dürfte es sich immerhin um etwas mehr als 15 000 Quadratmeter handeln. Entsprechende Prüfungen liefen zurzeit mit Nachdruck. Das Projekt sei unlängst auch Thema beim traditionellen Jahresgespräch mit dem Straßenbauamt Rosenheim gewesen, teilt Niedergesäß auf Anfrage der EZ mit. Dort habe man zur Kenntnis genommen, dass die Grunderwerbspläne voraussichtlich bis Ende April vorliegen werden. Niedergesäß: „In der Folge haben wir für Mai ein Gespräch mit der unteren Naturschutzbehörde und dem Straßenbauamt angesetzt. Im Anschluss an dieses Gespräch führt die Stadt Ebersberg die Grundstücksverhandlungen. Sie münden hoffentlich in entsprechende Bauerlaubnisse.“

Suche nach ökologischen Ausgleichsflächen

Ludwig Maurer sagte unserer Zeitung, dass die Gemeinde Hohenlinden bei der Suche nach solchen ökologischen Ausgleichsflächen durchaus behilflich sein wolle. Die Finanzierung ist übrigens in erster Linie Sache des Freistaats. Robert Niedergesäß: „Der Landkreis ist hier nicht Straßenbaulastträger, setzt sich aber intensiv und hartnäckig für diesen Radweg ein. Eine attraktive und direkte Radwegeverbindung von Hohenlinden nach Ebersberg entlang der Staatsstraße ist ein wichtiges Signal, um die Verbindung zur Kreisstadt und zurück attraktiv auszubauen, gerade auch in Zeiten von e-Bikes, die das Radfahren für eine breitere Schicht attraktiver machen.“

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