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Biergarten läuft wieder: Neues Gastro-Angebot in der Hohenlindener Sauschütt

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Von: Jörg Domke

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Rosmarie und Peter Dachs sind die neuen Betreiber des Biergartens Hohenlindener Sauschütt. Vor gut drei Wochen haben sie – bewusst ganz langsam – gestartet.
Rosmarie und Peter Dachs sind die neuen Betreiber des Biergartens Hohenlindener Sauschütt. Vor gut drei Wochen haben sie – bewusst ganz langsam – gestartet. © dziemballa

Der Biergarten an der Hohenlindener Sauschütt ist wieder geöffnet. Rosmarie und Peter Dachs haben die Gastronomie im Ebersberg Forst übernommen.

Hohenlinden – Mit Wischeimer und Putzlappen hastet Rosmarie Dachs (64) von Biertisch zu Biertisch. Es ist kurz vor 16 Uhr. In ein paar Minuten öffnet an diesem Tag der Biergarten bei der Hohenlindener Sauschütt. Die ersten Gäste sind schon da: Mehrere Mütter mit kleinen Kindern, die schon mal den direkt angrenzenden Spielplatz in Beschlag genommen haben. Obwohl der Ausschank noch nicht geöffnet ist – versorgen können sich die Waldbesucher dennoch. Unter einem Zeltdach brummt ein Eiscremeautomat. Direkt daneben gibt es Kaffeespezialitäten: Rund um die Uhr, wenn man so will.

Ganz leise und ohne großes Brimborium haben Rosmarie und Peter Dachs das Biergartengeschäft in der Sauschütt Anfang des Monats übernommen. Noch bis Ende Juli rotieren sie förmlich, denn ihr alter Vertrag als Betreiber einer Kantine in einem größeren Betrieb in Markt Schwaben läuft noch bis 31. Juli. Sieben Jahre war das Paar dort beschäftigt, um Firmenmitarbeiter zu beköstigen. Vorher acht Jahre in einer Münchner Werkskantine. Und, was Peter Dachs, angeht, kommen noch viele weitere Jahre in der Gastronomie dazu. „Seit meinem 23. Lebensjahr“, sagt er. Der gebürtige Holledauer ist 61.

Start mit angezogener Handbremse

Seine Gattin hat eigentlich Steuerfachgehilfin gelernt, stammt aber aus einer bekannten alten Hohenlindener Bäckerei. Dass sie sozusagen Lokalkolorit mitbringt, ist hier nicht von Nachteil. Damit der Biergartenbetrieb zumindest schon mal mit angezogener Bremse in einer Art Testphase überhaupt zum 1. Juli anlaufen konnte, dafür sorgten nicht zuletzt auch ein paar Spezl des Paares. Und Verwandte.

Es war bislang reine Mund-zu-Mund-Propaganda, die dazu führte, dass sich an den Wochenenden täglich schon jeweils 600 bis 700 Gäste die Sauschütt als Ausflugsziel ausgesucht hatten. Tendenziell, ahnen die beiden, kann das in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr werden. Schließlich ist die natürliche Kühle inmitten des Ebersberger Forstes in diesen Hundstagen ein gutes Argument.

Die Eheleute Dachs werden sich bei ihrem neuen Job nach eigenen Worten nur erst einmal auf den Biergarten konzentrieren. Das alte Wirtshaus aus den 50ern, in dem sich vor Jahren noch eine Gastronomie befand, wird von ihnen nicht bewirtschaftet. Zuletzt wurde es im Erdgeschoss entkernt. Heizung und Elektrik müssen komplett erneuert werden. Der Eigentümer, die Bayerischen Staatsforsten, hält sich bis jetzt eine neue Nutzung noch offen. Der Leiter der Wasserburger Dienststelle, Heinz Utschig, sagt, dass man sich über kurz oder lang dort auch wieder einen Gastrobetrieb vorstellen könne. Verhandlungen liefen noch.

Biergarten soll auch im Winter offen sein

Rosmarie und Peter Dachs aber wollen jetzt erst mal den Biergarten mit seinen gegenwärtig 300 Sitzgelegenheiten wieder gescheit in Schwung bringen. Zu geregelten Öffnungszeiten (mittwochs bis sonntags) und mit der Option, eventuell im Urlaubsmonat August, bei entsprechender Nachfrage, die Öffnungszeiten noch auszudehnen. Nach ihren Worten geht die Planung so weit, den Biergarten auch im Winter zu betreiben; mit entsprechend wärmenden Produkten.

Der Start vor drei Wochen jedenfalls war, so die beiden Wirtsleute, vielversprechend. So vielversprechend, dass sie im EZ-Gespräch gleich mal nebenbei anmerken, noch Verstärkung für Ausschank und Kasse zu benötigen. Doch wer braucht die in der Branche derzeit nicht?

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