+
Fertig und nun auch eingeweiht: Die neue Seniorenwohnanlage auf der Abtwiese in Hohenlinden. 

Seniorenwohnanlage Abtwiese eingeweiht

„Wegweisend für andere Kommunen“

  • schließen

Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit ist die von der Gemeinde gebaute Wohnanlage für Senioren auf der Abtwiese jetzt offiziell eingeweiht worden. Sie könnte als Vorbild für andere Kommunen dienen, hieß es anerkennend.

Hohenlinden – An anerkennenden, gar lobenden Worten mangelte es nicht, als am Samstag nach drei Planungs- und Baujahren die Seniorenwohnanlage auf der Abtwiese nun auch offiziell eingeweiht wurde. Dazu kamen am Vormittag gut 50 geladene Gäste im Mehrzweckraum der Anlage zusammen. Ab mittags hatten auch die interessierten Hohenlindener abermals die Gelegenheit, sich zum Beispiel eine Musterwohnung anzusehen. Was auch gut war, denn: Bei aller Anerkennung für das Objekt in Gänze bleibt nämlich noch ein Problem in den nächsten Wochen zu lösen; die Nachfrage könnte etwas stärker sein nach den noch freien Wohnungen, die allesamt barrierefrei zu erreichen sind.

Einige von ihnen sind sogar komplett rollstuhlgerecht, wie unter anderem Bürgermeister Ludwig Maurer und Architektin Regina Gaigl unterstrichen. Der Preis von 14 Euro Warmmiete war es zuletzt wohl, der den einen oder anderen Interessierten abschreckte.

Maurer betonte, dass die gemeindliche Investition hier auf der Abtwiese solide durchfinanziert worden sei. Er wies damit indirekt diverse Kritik aus der Vergangenheit abermals zurück. Ein finanzielles Abenteuer hätte das Landratsamt in seiner Aufsichtsfunktion auch gar nicht zugelassen. Schon jetzt könne man sagen, dass das Gebäude eine Marktwertsteigerung erfahren habe, meinte der 60-Jährige. Der Tag der Einweihung sei „ein schöner und wichtiger Tag“ für die Gemeinde, so der Rathauschef zufrieden.

In diesen Kanon stimmte auch Landrat Robert Niedergesäß uneingeschränkt ein, der erstmals persönlich die Anlage besuchte. Der Chef der Kreisverwaltung sprach von einer mutigen und zukunftsweisenden Investition der Gemeinde. Es sei eine Investition in ein Miteinander der Generationen. Heutzutage sei es nicht selbstverständlich, dass eine Kommune sich in dieser Weise finanziell engagiere.

Aus Sicht des Landkreises müsse man dankbar dafür sein, dass hier ein weiteres Mosaiksteinchen geschaffen worden sei, um Antworten zu geben auf den demografischen Wandel. Gerade im relativ teuren Landkreis Ebersberg sei es gut, wenn Wohnraum geschaffen werde, der es besonders älteren Menschen ermögliche, weiterhin am Heimatort zu leben. Niedergesäß versprach, für die erste große Feier innerhalb der Anlage und unter den Mietparteien im kommenden Jahr die Getränke zu spendieren.

Außerdem sei das Haus für ihn auch ein Beitrag gegen die Altersarmut. Die habe nicht nur eine finanzielle Komponente, sondern auch eine soziale. Fehlende Kontakte waren damit gemeint. Die Wohnanlage auf der Abtwiese biete genau hier besondere Räume der zwischenmenschlichen Begegnungen, so der Landrat.

Darauf verwies auch Architektin Regina Gaigl, die das Konzept des Gebäudekomplexes eingehend erläuterte, die überdurchschnittliche Bauqualität hervorhob und sich last not least für die vorbildliche Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde bei diesem Projekt bedankte. So reibungslos gehe es nicht in jeder Gemeinde zu.

Den kirchlichen Segen spendete kurz und knapp Pfarrer Christoph Stürzer. Er verwies darauf, dass es in dem Objekt bereits Formen der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarrei gebe.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wohnlicher Denkmalschutz
„Die Mühe hat sich gelohnt“, sagt Eigentümer Herbert Meier zufrieden.
Wohnlicher Denkmalschutz
Im Schatten des Völkerschlacht-Denkmals
Die Kameraden des Krieger- und Soldatenvereins Aßling und eine Reihe ihrer Gäste zog es heuer in den Nordosten Deutschlands.
Im Schatten des Völkerschlacht-Denkmals
Kita-Platz statt Flugtaxi
„Eine alleinerziehende Mutter braucht keine Flugtaxis, sie braucht kein bayerisches Raumfahrtprogramm – was sie braucht ist ein Kita-Platz“, brachte es die …
Kita-Platz statt Flugtaxi
Nur Schienenstegdämpfer sind zu wenig
Nur ein paar Schienenstegdämpfer? Das ist dem Grafinger Stadtrat entschieden zu wenig.
Nur Schienenstegdämpfer sind zu wenig

Kommentare