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Kräftig gewerkelt wird derzeit am Hohenlindener Kriegerdenkmal. Doch bis voraussichtlich Mitte September wird es eine schweißtreibende Angelegenheit bleiben.

Steinblock wurde in acht Teile getrennt und wird bis September wieder zusammengefügt

Schweißtreibender Denkmal-Umzug

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Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Schwerarbeit.

Hohenlinden – In den nächsten Tagen soll es mit den ganz heißen Temperaturen ja vorläufig erst mal ein Ende haben. Ein Vergnügen war der Hochsommer sicherlich für die vielen Sonnenanbeter unter uns, hierzulande aber weniger für die berufstätigen und nicht urlaubenden Bauarbeiter. Zum Beispiel denen im Hohenlindener Dorfzentrum, die derzeit an vielen Stellen gleichzeitig alles geben, damit die feierliche Übergabe der sanierten Ortsmitte Anfang Oktober auch wirklich stattfinden kann. Gemeindeverwaltung und auch einige Bürgerinnen und Bürger ließen sich übrigens zuletzt nicht lumpen und sorgten immer wieder mal dafür, dass den Bauleuten Trinkgeld zur Verfügung gestellt wurde.

Ein Trupp der Ebersberger Steinmetzfirma Baumann mühte sich beispielsweise gestern – mal wieder bei sprichwörtlichen Saunatemperaturen, das um ein paar Meter versetzte und zugleich um 90 Grad gedrehte Kriegerdenkmal an seinem neuem Platz auf dem Kirchplatz neu aufzubauen. Dazu wurde zunächst der vor einiger Zeit schon über gut vier Meter hohe Stein in seine acht Teile zerlegt und teilweise in Ebersberg zwischengelagert. Den damals als Kitt verwendeten Zement zwischen den Steinblöcken werden die Fachleute nun nach und nach abtragen. Das neue alte Denkmal wird dann bis Mitte September schrittweise wieder aufgebaut, wobei neben neuem Zement auch lange Steindübel eingesetzt werden, was es früher in dieser Form einfach noch nicht gab. Die Dübel sind inzwischen Stand der Technik und daher aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.

Das Fundament war gestern am Vormittag Thema. Der Grundstein sozusagen ist damit gelegt. Aus logistischen Gründen wird nicht fortlaufend an dem Wiederaufbau des Denkmals gearbeitet, erklärte Bürgermeister Ludwig Maurer. Die Firma Baumann und er gehen aber davon aus, dass in Sachen Denkmal bis Mitte September alles erledigt sein wird.

An der Oberfläche haben sich im Laufe der Jahre Kalkeinschlüssel gebildet. Die gilt es unter anderem noch zu beseitigen, so der Rathauschef bei einem Ortstermin. Maurer selber schaut immer wieder mal vorbei. Auch Architekt Martin Hubner, der als Vorsitzender des historischen Vereins „Hohenlinden 2000“ ein zusätzliches Interesse daran hat, dass beim lange in Hohenlinden umstrittenen Umzugs des Kriegerdenkmals alles mit rechten Dingen zugeht.

Erste Überlegungen, was eine Wiedereinweihung angeht, hat man im Hohenlindener Rathaus übrigens auch schon angestellt. Grundsätzlich, so Maurer gegenüber der EZ, gebe es zwei Möglichkeiten: Eine Feierstunde im Rahmen der für den 3. Oktober ohnehin geplanten Feier zur Fertigstellung der gesamten Ortsmittensanierung – oder aber ein gesonderter Termin eigens nur für das verrückte Denkmal. Worauf es am Ende hinauslaufen wird, ist noch offen. Man werde sich hier ganz eng mit der örtlichen Krieger- und Reservistenkameradschaft abstimmen, so Maurer auf Anfrage der Heimatzeitung.

Bis dahin aber wird noch so mancher Tropfen Schweiß fließen.

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