Ergebnis da: Johnson folgt May - Kommt jetzt der No-Deal-Brexit?

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Von Bannwald umgeben ist der Waldsportpark. Die Stadt sucht trotzdem nach Erweiterungsmöglichkeiten. Foto:sro

Hürdenlauf für neuen Fußballplatz

Ebersberg - Auf ihrer Suche nach Flächen für neue Fußballplätze sucht die Stadt Ebersberg ihr Glück auf schwierigem Terrain. Im neuen Flächennutzungsplan soll der Waldsportpark um zwei Spielfelder vergrößert werden. Das Problem: Diese liegen im Bannwald und der ist dem Freistaat heilig.

Neun Standorte hatte die Stadt in der Vergangenheit untersuchen lassen, um der Platznot des TSV Ebersberg Herr zu werden. Ohne Erfolg. Entweder scheiterten die Spielfelder an den örtlichen Gegebenheiten oder aber die Grundstückseigentümer waren nicht bereit zu verkaufen. So sind die Stadträte jetzt wieder am Anfang angelangt und damit im Waldsportpark, der heute an dieser Stelle im Norden der Kommune aus landschaftsschutzrechtlichen Gründen wohl nie mehr genehmigt werden würde.

Für rund 600 000 Euro hat die Stadt hier eben erst einen Trainingsplatz in ein Kunstrasenfeld umwandeln lassen, um die Kapazitäten für den TSV zu erhöhen. Doch nach Auskunft von Vereinschef Martin Schedo, der für die CSU im Stadtrat spricht, reicht das noch lange nicht. Zu groß sei der Run auf die Jugendfußballmannschaften.

Jetzt macht sich die Stadt auf den steinigen Weg, den Waldsportpark in den Bannwald hinein zu vergrößern. Ihr Wunsch soll im neuen Flächennutzungsplan Niederschlag finden. Das beschloss der Technische Ausschuss des Stadtrats.

Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) will bei der Regierung von Oberbayern vorstellig werden, um die Ebersberger Interessen durchzusetzen, wohlwissend, dass „sehr hohe Hürden“ (Brilmayer) zu überspringen sind.

Durch die ausführliche Standortsuche der vergangenen Jahre könne die Stadt zumindest nachweisen, „dass es woanders nicht geht“, so der Rathauschef.

Philipp Goldner von den Grünen erinnerte im Ausschuss an sein bekanntes Ansinnen, ein weiteres Fußballfeld im Bereich der Stockschützenbahnen zu bauen und diese dafür zu verlegen. Dieser Vorschlag belege, dass es noch „Möglichkeiten im Bestand“ gebe. Für zwei neue Fußballfelder sehe er im Moment sowieso keinen Bedarf und eines lasse sich auf dem Gelände noch unterbringen. Ähnlich argumentierte Hans Mühlfenzl für die SPD. Er forderte, den Moränenhügel zwischen den bestehenen Trainingfeldern und den Tennisplätzen im neuen Flächennutzungsplan als Fußballfeld auszuweisen. Den Plan, hier zu bauen, hatten Bürgermeister Brilmayer und die CSU-Fraktion aus landschaftlichen Gründen schon mehrfach als „Wahnsinn“ abgelehnt.

Der Rathauschef warnte die Opposition vor ihren Alternativen. Diese nämlich verschlechterten die Chanchen der Stadt, eine Genehmigung für die Maßnahme im Bannwald zu erhalten. Und nur dort lasse sich letztendlich großzügig und damit zukunftsweisend erweitern.

In der Printausgabe der Ebersberger Zeitung finden sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Von Michael Acker

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