Konrektor Alfred Scheffelmann wird morgen, Donnerstag, feierlich verabschiedet. Foto: dziemballa

"Ich hoffe auf ein ordentliches Zeugnis"

Markt Schwaben - Konrektor Alfred Scheffelmann zieht kurz vor seinem Ruhestand Bilanz seiner Zeit an der Markt Schwabener Mittelschule.

Großer Tag für einige Mittelschüler am kommenden Donnerstag. Im Rahmen einer Feierstunde im Unterbräu-Bürgersaal (17 Uhr) werden sie ihre Zeugnisse bekommen. Noch ein paar Tage, und dann ist auch für die anderen Buben und Mädchen Ferienzeit. Ein wohl nicht so schnell zu vergessener Tag wird auch der Konrektor der Mittelschule, Alfred Scheffelmann, erleben. Er scheidet aus dem Schuldienst aus. Der Zornedinger sprach mit uns über seine Schwabener Schulzeit in einem „ABC-Stichwort-Interview“.

-A wie Altersruhesitz

Alter ja, Ruhe nein, Sitzen erst recht nicht. Solange ich noch gesund bin, möchte ich nicht die Hände in den Schoß legen.

-B wie besonders schöne Erinnerungen

Da fällt mir viel ein: Das tolle Kollegium der Mittelschule, die Vernissage vor einigen Jahren an der Schule, das Spielen in der Lehrerband, beide Reisen nach Sibirien, die Zeit an der Kreisbildstelle Erding - die Aufzählung könnte noch deutlich länger werden.

-C wie Chancen von Mittelschülern in der Zukunft

Wir haben viele fleißige und interessierte Schüler. Die 10. Klasse hat gerade einen Superabschluss hingelegt. Eifer und Ehrgeiz zahlen sich immer aus.

-D wie Das wollte ich immer schon mal in der Ebersberger Zeitung loswerden

Der große Artikel über mich als Karikaturist - das war ein Highlight in meinem Leben.

-E wie Existenzängste der Mittelschulen

M-Klassen, Ganztagsangebote, Praxisorientierung, eher steigende Schülerzahlen - Markt Schwaben braucht keine Angst zu haben.

-F wie Förderklasse

Ich habe dort gerne PCB (Anmerkung: Physik, Chemie und Biologie) unterrichtet. Nette Schüler aus vielen Kulturen waren eine Bereicherung.

-G wie Ganztagsschulen

Denen gehört die Zukunft.

-H wie Hausmeister Brandl

Der hatte immer ein offenes Ohr für meine Belange.

-I wie Internationale Kontakte pflegen

Ich hoffe, dass es auch in Zukunft Besuche an der Schule Nr. 10 in Abakan und Gegenbesuche geben wird. Ein solcher Austausch weitet den Horizont.

-J wie Jahnsportplatz bebauen oder nicht

Wäre für mich eine gute Lösung.

-K wie Kunst an der Schule

Ganz wichtig. Kunst ist „Sehen lernen“, eine Möglichkeit, sich nonverbal auszudrücken und ganz viel Freude und Befriedigung zu erfahren.

-L wie Lehrermangel beheben

Einige Stunden mehr würden unserer Schule sehr gut tun.

-M wie meinen Hobbys mehr Zeit widmen

Das Kunstprojekt mit den Asylbewerbern in Zorneding wird fortgeführt, Reisen, Kochen und Malen können nun intensiver gepflegt werden.

-N wie Neubau oder Sanierung

Siehe „J“. Ein Neubau wäre auch ein Neuanfang, was Räumlichkeiten und Ausstattung angeht.

-O wie „Ohne Fleiß kein Preis“

So ist es. Ob als Medienpädagoge, als Mitglied des Puppenspielprüfungsausschusses, als Dozent am Seminar Bayern für Verkehrserziehung, als Autor, als Mitglied des Fahrlehrerprüfungsausschusses oder als Konrektor: Von Nix kommt Nix.

-P wie Pressearbeit von Schulen

Ganz wichtig. Die Schulen leisten hervorragende Arbeit, und das kann so gut vermittelt werden.

-Q wie Qualifizierter Abschluss

Eine bewährte Einrichtung, um als Schüler sagen zu können: „Ich habe ein wichtiges Ziel erreicht!“

-R wie Ratschläge an jüngere Kollegen

Die Freude an der Arbeit nicht verlieren. Neues ausprobieren. Bewährtes aufpolieren. Optimistisch in die Zukunft blicken.

-S wie Schulhof am Habererweg

Düsternis senkt sich auf meine Seele. Einiges (Spielgeräte, Bänke) ist schon passiert, und die Hoffnung stirbt zuletzt.

-T wie Turnhalle

Ein eher fremder Ort für mich. Zu Kunstraum und PCB-Räumen könnte ich mehr sagen.

-U wie Unterrichten in alten Gemäuern

Das hat einen nostalgischen Reiz und erinnert an die Vergänglichkeit allen Seins.

-V wie Vernetzen mit anderen Mittelschulen

Wir arbeiten seit Jahren vertrauensvoll mit Poing zusammen. Gerade die Schulleitungen sind untereinander gut vernetzt.

-W wie Wie ich in Markt Schwaben in Erinnerung bleiben möchte

Als ich vor Jahren nach Markt Schwaben kam, fühlte ich mich sofort sehr gut aufgenommen. Ich war gerne an der Schule und werde ab 1. September als 1. Vorsitzender des Fördervereins weiter in regem Kontakt bleiben.

-Z wie Zeugnisvergabe

Ich hoffe, dass mir Schüler, Eltern und Kollegen ein ordentliches Entlasszeugnis ausstellen werden.

Die Stichworte lieferte Jörg Domke

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