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Wenn in der Egmatinger Schule ein Brand ausbrechen würde, müssten die Schüler mit einem Gong-Dauerton gewarnt werden, der nur vom Lehrerzimmer aus auszulösen ist. 

Brandschutz in der Schule 

Bei Feuer kommt in Egmating der Gong

Die Rektorin der Grundschule Egmating-Oberpframmern, Barbara Gnilka, hat bei Bürgermeister Ernst Eberherr das Feueralarmsystem der Egmatinger Schule moniert. Dies teilte das Gemeindeoberhaupt in jüngster Sitzung des Egmatinger Gremiums unter Punkt Sonstiges mit. „Das sind untragbare Zustände, wenn etwas passiert, können wir das alle zusammen nicht verantworten“, warnte Uschi Breithaupt (ABE).

Egmating– Die Rektorin der Grundschule Egmating-Oberpframmern, Barbara Gnilka, hat bei Bürgermeister Ernst Eberherr das Feueralarmsystem der Egmatinger Schule moniert. Dies teilte das Gemeindeoberhaupt in jüngster Sitzung des Egmatinger Gremiums unter Punkt Sonstiges mit. „Das sind untragbare Zustände, wenn etwas passiert, können wir das alle zusammen nicht verantworten“, warnte Uschi Breithaupt (ABE).

„Da wenn ich eingreife, setze ich den gesamten Brandschutz aufs Spiel“, gab Eberherr zu bedenken: „ Das besprechen wir nichtöffentlich.“ Breithaupt ließ nicht locker: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man die Handalarmierung beibehält, was ist, wenn ein Brand ausbricht?“ Michael Egerland (ABE) fragte an, ob eine Brandmeldeanlage in die Schule eingebaut werden könne. „Dafür würden wir 15 000 Euro investieren und in zwei Jahren schmeißen wir sie dann weg. Wir bekommen in zwei Jahren am neuen Gebäude eine Brandmeldeanlage“, informierte Eberherr.

Markus Winter (CSU/FW) erkundigte sich, ob es in der Schule normale Rauchmelder gibt. „Die sind drinnen – glaub ich“, antwortete der Bürgermeister und zeigte sich optimistisch: „Dass das Schulgebäude brennt, glaub‘ ich nicht, da hört man deutschlandweit von anderen Schulen auch nichts.“

Gemeinderätin Uschi Breithaupt ist Religionslehrerin an der Egmatinger Schule. Auf telefonische Anfrage sagte sie der Ebersberger Zeitung, dass Rektorin Gnilka bereits mehrfach in Gesprächen mit dem Bürgermeister auf die Situation an der Egmatinger Schule hingewiesen habe. Wie Breithaupt weiß, hat sich Gnilka kürzlich im Rahmen einer Weiterbildung über aktuelle Schutzsysteme informiert und wurde dann anschließend beim Bürgermeister dazu vorstellig. „Untragbar“, bezeichnete Breithaupt erneut den Zustand.

Bürgermeister Eberherr informierte im Gespräch mit der Ebersberger Zeitung, dass das alte Schulgebäude zwar kein modernes Brandmeldesystem habe, aber unter Bestandsschutz stehe. Zum Zeitpunkt des Baus galten noch andere Vorschriften, so der Bürgermeister. Derzeit würde im Brandfalle als Feueralarm der Gong der Schule, genannt Pausenglocke, eingeschaltet. „Mit einem Dauerton“, so Eberherr. Weil sich der Gong aber nur vom Lehrerzimmer aus einschalten lässt, müssten im Brandfalle die Lehrkräfte die Klassen alleine lassen, kritisierte Breithaupt.

„Brandschutz ist ein sensibles Thema“, versicherte Eberherr. Das Gebäude sei zwar nicht auf dem neuesten Stand der Technik, aber rein aus Mauerwerk und Beton. „Theoretisch kann da nichts brennen“, so der Bürgermeister.

Eberherr betonte, das Haus sei vor ein paar Jahren feuerpolizeilich von der Kreisinspektion Ebersberg geprüft worden, es entspricht voll dem Brandschutz. Auch die Schulaufsicht habe keine Bedenken angemeldet. „In 18 Monaten wird umgebaut, wir brauchen ein neues Dach ein zweites Treppenhaus, und eine Rauchmeldeanlage. Es macht keinen Sinn, jetzt den Brandschutz zu erneuern.“ „Nicht optimal“ kommentiert Christian Genseder, zweiter Kommandanten der Egmatinger Feuerwehr die Situation an der Grundschule.

Würde es in der Egmatinger Schule brennen, wären auch Kinder aus Oberpframmern betroffen, die in Egmating die Grundschule besuchen. Oberpframmerns Bürgermeister Andreas Lutz ist weder über die Situation in Egmating informiert, noch weiß er, wie es in Sachen Feueralarm um die Pframmerer Schule bestellt ist.

Lutz will sich Auskünfte zur eigenen Schule bei Rektorin Gnilka und Mitarbeitern des Pframmerer Bauhofes einholen. Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg, kündigte an, dass die Landkreisbehörde Anfang kommender Woche die alten Baugenehmigungen überprüfen werde. „Falls Nachforderungen nötig sind, werden diese gestellt“, so Schwaiger.

Von Susann Niedermaier

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