Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot

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Die selbst gemachten Fruchtspieße kommen bei allen Schülern gut an. 

Pause mal ganz anders

Geschäftserfolg mit gesunden Spießchen

9.30 Uhr, es klingelt zur großen Pause in der Mittelschule Vaterstetten. Die Klasse 8b steht hinter der Theke des Pausencafés bereit, denn heute übernehmen sie den Pausenverkauf. Es gibt leckere Fruchtspieße, Smoothies, Milchshakes und Obstsalat.

Vaterstetten – Für den Verkauf haben die Achtklässler ihre eigene Schülerfirma gegründet. Das Projekt basiert auf der vertieften Berufsorientierung. „Ziel ist es, anhand einer eigenen Firma, deren Unternehmenskonzept die Schüler selbst entwickeln, die Realität in der Wirtschaft im Schutz des schulischen Unterrichts praxisnah kennenzulernen“, erläutert Cornelia Gottwald von der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi). Die gfi unterstützt das Projekt mit mehreren Betreuern, die den Schülern und ihren Klassenlehrern bei der Umsetzung zur Seite stehen.

Zunächst wurden verschiedene Geschäftsideen diskutiert und meist aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten wieder verworfen, bevor sich die beiden Klassen 8ag und 8b unabhängig voneinander für den Pausenverkauf entschieden. Das passt insofern gut, weil der reguläre Pausenverkauf der Schule nur von Montag bis Donnerstag stattfindet. Freitags wechseln sich die beiden Klassen nun ab: Bei der 8b gibt es Obst in verschiedenen Darreichungsformen, bei der 8ag Vollkorntoasts, -Sandwiches oder -Crepes.

„Die Grundprämisse war, dass auf die Qualität des Angebots geachtet wird“, so Schulleiterin Catherine Aicher. „Gesunde und ausgewogene Ernährung spielt in unserem Schulalltag eine große Rolle. Aber natürlich soll es auch Spaß machen und schmecken.“

Bevor die Schüler mit dem Verkauf loslegen durften, mussten sie theoretische Grundlagen lernen: Kalkulation, Buchhaltung, Hygienevorschriften, eine Gesundheitsbelehrung und Wissen zur Firmengründung standen auf dem Programm. Für manche Schüler waren diese Wochen „todlangweilig“, wie sie erzählen, sie wollten endlich richtig loslegen.

Mehr Spaß machte es da schon, ein Logo zu entwerfen, Plakate zu malen und einen Werbespot aufzunehmen, der als Lautsprecherdurchsage auf den Verkauf aufmerksam macht. Die Zutaten werden bei Geschäften vor Ort eingekauft, in den ersten zwei Schulstunden bereiten die Schüler dann ihre Produkte vor. Dazu gehört auch die Mengenkalkulation: „Zuerst haben wir mit Vorab-Bestellungen gearbeitet, heute versuchen wir es ohne“, erzählt ein Achtklässler. Denn an diesem Tag haben etliche Mitschüler Wandertag und sind in der Pause folglich gar nicht da.

Ist abzusehen, dass trotzdem noch Waren übrig bleiben, so wird kurz vor Ende der Pause ein Sonderangebot ausgerufen und die ohnehin günstigen Preise werden nochmals reduziert. „Aber wir machen dennoch Gewinn“, freuen sich die Jugendlichen. Da haben sie bei den Theoriestunden über Betriebswirtschaft trotz Langweile wohl doch gut aufgepasst.

Von Susanne Edelmann

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