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Investor: Baubeginn für Windräder frühestens 2024/25

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Von: Michael Acker

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Jens Mühlhaus Green City AG
Jens Mühlhaus, Vorstandschef der Green City AG © Green City

Zufrieden mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids im Landkreis Ebersberg hat sich Jens Mühlhaus, Vorstandsvorsitzender der Green City AG, gezeigt. Der Chef des Investors spricht von einer stabilen Mehrheit, auf der sich aufbauen lasse.

Landkreis - Angst vor einer Klagewelle, wie sie die Gegner des Windkraftprojekts bereits angekündigt hatten, hat Mühlhaus nicht. „Das ist üblich, wenn man Windräder projektiert“, sagte er am Tag nach dem Bürgerentscheid gegenüber der EZ. Mit einem Baubeginn rechnet der Vorstandssprecher 2024/2025, sollte der Prozess nicht durch Gerichtsverfahren verzögert werden.

Am Ende vielleicht nur drei Windräder

Mühlhaus schließt nicht aus, dass am Ende nicht fünf, sondern vielleicht nur drei oder vier Windräder im Forst errichtet werden. „Das hängt von den naturschutzrechtlichen Verfahren ab“. Bei weniger als drei Anlagen könnten wirtschaftliche Gründe gegen das Projekt sprechen. „Wir haben viel Verantwortung übertragen bekommen. Damit werden wir verantwortungsvoll umgehen“, so Mühlhaus.

Niedergesäß warnt vor falschen Hoffnungen

Landrat Robert Niedergesäß (CSU) warnte vor falschen Hoffnungen, was den Baubeginn angeht. Zunächst müsse der Kreistag beschließen, eine Änderung der Landschaftsschutzgebietsverordnung einzuleiten, um überhaupt einen Bau von Windrädern im Forst rechtlich zu ermöglichen. Dabei handele es sich um ein komplexes Prüf- und Genehmigungsverfahren, bei dem auch alle artenschutzrechtlichen Belange genauestens geprüft würden.

Die Kreis-SPD begrüßte den Ausgang des Bürgerentscheids, warnte aber: „Man kann und darf die Bedenken derjenigen, die mit Nein gestimmt haben, jetzt nicht einfach unter den Tisch kehren. Im weiteren Verfahren müssen alle Aspekte geprüft werden. Dadurch kann eine gesellschaftliche Spaltung verhindert werden.“ Der Bund Naturschutz wertete das Ergebnis auch als ein Signal an die CSU für die Abschaffung der 10-H-Abstandsregel. „Denn Windenergie im Wald ist ein Notnagel“, so Landeschef Richard Mergner.

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