Janina and the Deeds: Anlauf zum Durchbruch

Grafing - In Amerika läuft sie bereits auf verschiedenen Radiostationen, nun will sie in Deutschland den Durchbruch schaffen: Janina Dietz aus Grafing. Mit ihrer Band wandelt sie auf den rockig-poppigen Spuren von Pink und Alanis Morissette.

Ein Hauch von Rockstar liegt in der Luft, als Janina Dietz sich zum Gespräch setzt. Der Duft ihres Parfüms ist auffällig und frisch, Janina selbst ist bemerkenswert normal und ohne Allüren. Die könnte die 28-Jährige durchaus an den Tag legen, hat sie doch in den vergangenen zwei Jahren vor allem in Amerika einen rasanten Aufstieg erlebt. Ihre Band Janina and the Deeds wird von verschiedenen US-Radiostationen gespielt, im Frühjahr diesen Jahres stand die Sängerin auf der Bühne des Rock and Pop Masters Festival in Florida. Vor rund 10 000 Fans spielten Janina and the Deeds (übersetzt: Janina und die Täter) zusammen mit den Spin Doctors, Kool and the Gang, The Romantics und anderen Classic-Rock-Helden. Einige der Musiker waren derart angetan von Janina, dass sie ihr Unterstützung zugesagt haben. Und so kommt es, dass der Bassist von Status Quo („Rockin’ all over the world“), John „Rhino“ Edwards, auf Janinas neuer Single die dicken Saiten zupft. Die Drums spielt Charlie Morgan, der bereits für Tina Turner, Elton John und Gary Moore getrommelt hat. Die Geschichte von Janina Dietz beginnt in Celle, wo sie vor 28 Jahren geboren wurde. Später zog sie mit ihrer Familie nach Berlin, wo Janina eine Gesangsausbildung absolviert hat und als Schauspielerin auf Theaterbühnen zu sehen war. Außerdem hat sie sich schnell einen guten Ruf als Studiosängerin für Bands und Werbeprojekte erarbeitet und ist zudem als Synchronsprecherin tätig. „Aber Musik, das wollte ich schon immer machen“, erzählt sie.

Nun komponiert sie selbst Lieder und will den Durchbruch schaffen. „Ziel sind die Charts“, sagt Janina Dietz über ihre Single, die klingt wie eine Mischung aus Pink und Alanis Morissette, schnörkelloser Rock’n’Pop.

Was aber hat das alles mit Grafing zu tun? Vor etwa anderthalb Jahren war Robert Papst, Kopf der Band Dominoe (die 1988 mit „Here I Am“ einen Welthit landete), Gast in der Radiosendung von Janina Dietz in Berlin. Man plauderte, man scherzte - „und irgendwie hat es sich ergeben, dass wir was zusammen machen“. Der Grafinger Robert Papst komponierte den Song „ByeByeBye“, den Janina für die Ariel-Werbung eingesungen hat. Mittlerweile lebt Janina in Grafing, „weil die Bandmitglieder aus der Gegend stammen und so alles leichter ist“. Für die „Deeds“ hat Papst seine mittlerweile etwas angestaubte Gitarre wieder hervorgeholt und ist fixes Bandmitglied.

Einmal im Monat fährt die 28-Jährige nach Berlin, um dort ihre Radiosendung aufzunehmen. Das genügt aber auch, Heimweh verspürt sie keines. „Das Leben hier ist wie permanentes Urlaubmachen“, schwärmt Janina Dietz über Grafing. Da können lediglich die USA mithalten, wo die Sängerin mit ihrer Band ab Ende August eine Clubtour durch Los Angeles absolviert.

Am Samstag, 13. August, spielen Janina and the Deeds in der US-Kaserne in Bad Aibling.

Armin Rösl

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