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Tierisches Gruppenbild: Das Münchner Investoren-Duo inmitten seiner zutraulichen Wagyu-Herde. Geschlachtet werden die Rinder erst in etwa zwei Jahren. Bis dahin muss sich die betuchte Kundschaft noch gedulden.

Gute Nachricht für Feinschmecker

Japanisches Edelrind kommt aus Emmering

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Emmering - Mutiges Projekt: Münchner Investoren-Duo vermarktet japanische Edel-Rinderrasse Wagyu von Emmering aus.

Süß, salzig, sauer, bitter: Das sind die vier Grundgeschmacksrichtungen, die der normale europäische Gaumen unterscheidet. Den Japanern ist das nicht genug – sie haben einen fünften Geschmack, „umami“, kreiert, den man speziell im Fleisch der Edel-Rindersorte Wagyu genießen kann.

Zukünftig sollen auch Feinschmecker aus dem Landkreis in den Genuss dieses besonders fleischig-herzhaften Geschmackserlebnisses kommen, so der Plan eines Münchner Investoren-Duos. Rund 150 Euro kostet das Kilo Spitzen-Rind allerdings – selbst für leidenschaftliche Fleischliebhaber ein deftiger Preis.

Franz Kirchner (51) und Thomas Lindinger (53) züchten die Wagyu-Rinder seit diesem Jahr auf einem Bauernhof im Emmeringer Ortsteil Westerberg. Sie sind fest davon überzeugt, dass es für ihr Luxusprodukt genügend Abnehmer gibt. „In München ist die Nachfrage für Wagyu-Fleisch viel größer als das Angebot“, berichtet Kirchner. Nicht nur Edel-Restaurants sondern auch zunehmend Privatkunden seien heiß auf die Spezialität aus Fernost.

Marmorierte Köstlichkeit: Wagyu-Fleisch.

Bis man das Produkt der beiden Investoren kaufen kann, gehen allerdings noch mindestens zwei Jahre ins Land: Erst mit einem Alter zwischen 36 und 48 Monaten erreichen die Wagyu-Rinder ihre Schlachtreife. In der Zwischenzeit soll es den Tieren so gut wie möglich gehen. Um eine optimale Fleischqualität zu gewährleisten, legen Kirchner und Lindinger großen Wert darauf, dass die empfindlichen Rinder viel Auslauf genießen und im Stall ausschließlich auf Stroh gehalten werden. Dafür haben sie eine Agraringenieurin von der Hochschule Weihenstephan eingestellt.

„Wir wollen, dass unsere Kunden zu uns kommen und nachschauen“, betont Lindinger, selbst leidenschaftlicher Jäger. Sobald alles fertig ist, sollen Besucher den Mutterkuh-Stall, in dem die weiblichen Tiere zusammen mit ihren Kälbern gehalten werden, besichtigen dürfen. Anschließend sollen sie sich im Hofladen gleich mit dem Luxusfleisch versorgen.

„Wir sind aber momentan noch ganz am Anfang“, ergänzt Kirchner, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. Derzeit laufen die Renovierungs- und Baumaßnahmen auf Hochtouren, in Pörsdorf bei Aßling soll auch noch ein Stall gebaut werden.

„Wir sind in der ganzen Gegend schon bekannt als die zwei Verrückten“, schmunzelt Kirchner. „Aber wir haben einen Plan“, bekräftigt er selbstbewusst.

Für diesen Plan nimmt das Duo, das sein Vermögen mit Immobilien verdient hat, viel Geld in die Hand. Dank direkter Vermarktung ohne Zwischenhändler soll die Gewinnspanne maximiert werden und sich das Risiko langfristig auszahlen. „Wagyu-Fleisch ist ein Statussymbol wie ein Mercedes“, erklärt Lindinger. „Die Leute sind da scharf drauf“.

Das bringt die Gefahr mit sich, dass sich Viehdiebe an dem wertvollen Tierbestand vergreifen könnten. Die sollten aber besser auf der Hut sein: Hofhund Cato hat die Herde stets im Blick und reagiert ungehalten auf nächtlichen unliebsamen Besuch.

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