Regionalzüge und Express-S-Bahnen rauschen durch Poing, weshalb laut Bahn kein Zehn-Minuten-Takt möglich ist. Immerhin werden jetzt an Werktagen fünf Mal Langzüge eingesetzt mit 544 Plätzen mehr als bisher. foto: dz

S 2: Jetzt 1632 Plätze

Poing - Die S 2 zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof ist aufgestockt worden. An Werktagen fahren nun fünf Mal Langzüge, um insbesondere die große Anzahl an Pendlern aus Poing aufnehmen zu können.

Es ist der einzige S-Bahnabschnitt, der zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember mit weiteren Zugeinheiten vergrößert worden ist. Fünf Ma verkehren an Werktagen zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof nun S-Bahnen mit drei Fahrzeugeinheiten. „Das ist das mögliche Maximum“, sagt Bernd Honerkamp, Sprecher der Deutschen Bahn in München. Pro Einheit stünden 544 Plätze zur Verfügung: 192 Sitzplätze und 352 Stehplätze. Macht insgesamt 1632 Plätze in einem Langzug. Eine Einheit mehr als beim bisherigen Vollzug. Damit reagiere die Bahn auf den stetig steigenden Bedarf. „Wir haben auf der Strecke S 2 Ost eine große Nachfrage“, sagt Honerkamp.

Das weiß auch Poings Bürgermeister Albert Hingerl, der seit Jahren mit den Rathauschefs der Gemeinden entlang der S 2 Ost um Verbesserungen kämpft. „Wir freuen uns über die Maßnahme, auch wenn sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.“ Durch das Wachstum, insbesondere durch die Neubaugebiete, erhöhe sich die Zahl der S-Bahnpendler kontinuierlich. Hingerls Ziel ist der Zehn-Minuten-Takt. Der aber ist laut Bahnsprecher Bernd Honerkamp für den Abschnitt Markt Schwaben - Ostbahnhof aufgrund der Regionalzüge, die hier ebenfalls fahren, nicht machbar. Immerhin setze die Bahn auf dieser Strecke zu den Stoßzeiten zusätzlich Expresszüge ein, die lediglich einmal einen Zwischenstopp einlegen: in Riem. „Der Abschnitt S 2 Ost ist der einzige, auf dem wir Expresszüge haben“, sagt Honerkamp

Die rauschen aber ebenso durch den Poinger Bahnhof wie die Regionalzüge, weshalb sich Bürgermeister Albert Hingerl Sorgen macht um die Sicherheit der Pendler. „Der Bahnsteig Richtung München ist morgens immer voll; wir müssen die Leute runterbringen.“ Soll heißen: So schnell wie möglich in die S-Bahn. Deshalb werde er sich weiter für einen Zehn- oder wenigstens einen Zwölf-Minuten-Takt einsetzen. (rm)

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