Historische Altstadt: Eine Gasse in Porec. foto: Archiv

Jetzt ist's amtlich: Poing und Porec sind Freunde

Poing - Poing und Porec gehen eine Städtefreundschaft ein. Der entsprechende Vertrag wird unterzeichnet. Schon nächstes Jahr soll eine Delegation aus Poing in die kroatische Stadt reisen.

Der Stadtrat von Porec (Bezirk Istrien) hat bereits im Sommer die Freundschaft auf den Weg gebracht und einen Vertrag aufgesetzt und beschlossen. Nun war Poing an der Reihe. Der vorletzte Schritt auf dem Weg zur Verlobung war eine Infoveranstaltung, zur der etwa 60 Interessierte ins Rathaus gekommen waren. Noch am selben Abend erklärten sich rund 20 Teilnehmer bereit, bei der Gründung eines Partnerschaftsverein mitzumachen. Dieser soll nun bald aus der Taufe gehoben werden.

Nun hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 2012 den letzten Schritt getan. Nach sieben Minuten Sachvortrag und positiver Kommentare einzelner Fraktionssprecher fassten die Ratsmitglieder den einstimmigen Beschluss, mit Porec eine Freundschaft einzugehen. Dies ist die Vorstufe zur Städtepartnerschaft. Der von den Kroaten verfasste Vertrag wird nun ins Amtsdeutsch übersetzt (eine erste, holprige Übersetzung lag den Gemeinderäten in deren Sitzung vor) und von Bürgermeister Albert Hingerl unterzeichnet.

Im Frühjahr 2013 soll eine Delegation aus Poing nach Porec reisen, um erste persönliche Kontakte zu knüpfen. Angedacht ist unter anderem der kulturelle und sportliche Austausch, außerdem sollen Schulprojekte auf die Beine gestellt werden. Gut möglich wäre, dass eine Musikabordnung der kroatischen Stadt zu Besuch kommt zum 20. Geburtstag der Musikkapelle Poing, die dieses Jubiläum während des Volksfestes im Juli 2013 feiern wird.

Mit knapp 200 stellen die Kroaten in Poing die größte Zahl der ausländischen Einwohner. Für den Aufbau der Städtefreundschaft hat der Gemeinderat im Haushalt 2013 insgesamt 30.000 Euro eingestellt.

Porec unterhält bereits eine Städtepartnerschaft, mit der ungarischen Stadt Siófok. Für Poing ist es die erste Verbindung ins Ausland überhaupt.

von Armin Rösl

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