Hut ab vor "Kaiser Wilhelm"

Ebersberg - Wer in einen einheimischen Apfel beißt, tut etwas für die Natur im Landkreis Ebersberg "und wird dafür beim Spazierengehen mit einem schönen Anblick belohnt". Diese ungewöhnliche Behauptung stellte am Montag Landrat Gottlieb Fauth auf.

Anlass für die These von Fauth war die Eröffnung einer Ausstellung in der Kreisbehörde, die die Streuobstwiesen zum Thema hat und bis zum Freitag, 9. Mai, im Foyer zu sehen ist.

Sie heißen zum Beispiel "Goldparmäne" oder "Kaiser Wilhelm" und waren gestern bei der Ausstellungseröffnung eigentlich die Hauptpersonen. Es handelt sich um alte Streuobstsorten, die im wahrsten Sinne des Wortes mit einem makellosen Designerapfel heutiger Zeit überhaupt nicht vergleichbar sind. Zwar haben sie nicht dessen glänzendes Äußere, aber innere Werte in Form von Vitaminfülle und dazu eine äußere Wirkung auf das Landschaftsbild im Landkreis Ebersberg.

Die Streuobstwiese ist Heimat vieler bedrohter Arten und kämpft dabei selbst ein bisschen ums Überleben. Sie befindet sich nämlich meist am Ortsrand und wird deshalb zunehmend der menschlichen Bautätigkeit geopfert, bedauerte Landrat Fauth. Allerdings gebe es noch Familien, die ihr "persönliches Paradies" verteidigen würden. Der Landschaftspflegeverband, so Daniela Lemp, unterstützt solche Bemühungen und setzt sich auch für die Neuanlage von derartigen "Obstgärten" ein.

Die Ausstellung im Landratsamt Ebersberg wurde finanziell ermöglicht durch das Engagement von Sabine Brückmann von "Ebersberger Land". Sie hat für die Aktion im Internationalen Umwelt- und Frauennetzwerk finanzielle Unterstützung gewonnen. Bei der Präsentation der Ausstellungstafeln wurden auch die Familien Müller, Huber und Abinger aus Eisendorf, Baldham und Bruck mit je einem Blumenstrauß geehrt. Sie hatten für die entsprechenden Fotografien "ihren Garten geöffnet", so Lemp, die sich bei den Beteiligten für ihre Geduld bedankte, "denn wir haben sehr viel fotografiert".

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