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Befürworter von Forst-Rotoren: Keine Windstille

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Von: Josef Ametsbichler

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Zuversichtlich: Waltraud Gruber von den Grünen.
Zuversichtlich: Waltraud Gruber von den Grünen. © sro

Die finanziellen Probleme des Windkraft-Projektanten Green City AG bedeuten aus Sicht der Befürworter der fünf geplanten Rotoren im Ebersberger Forst keineswegs das Aus.

Landkreis – Der Kreisrat und Chef der bayerischen Grünen Thomas von Sarnowski aus Ebersberg etwa sagt: „Ich sehe das Projekt nicht gefährdet.“ Er hoffe, dass die Green City eine Zwischenfinanzierung findet. Schließlich handle es sich um ein Unternehmen aus der Region – Standort: München.

Andernfalls, so der Grünen-Chef, sei ein Standortsicherungsvertrag, wie ihn das Unternehmen für den Forst sein Eigen nennt, eine lukrative Sache auf der Haben-Seite, zumal es ja bereits den positiven Bürgerentscheid gebe (52,74 Prozent Ja-Stimmen). Heißt im Klartext: Wenn es Green City nicht stemmen könne, kaufe sich ein anderes Unternehmen ein. Schließlich sei auch die Rotoren-Technik eine bessere als noch vor gut zehn Jahren zu Planungsbeginn.

Grüne: Landkreis-Geld nicht in Sand gesetzt

Das Geld, das der Landkreis bisher in Planungen und Gutachten gesteckt habe, sei nicht in den Sand gesetzt, sagt Waltraud Gruber aus Aßling, Grünen-Fraktionssprecherin im Kreistag. „Ich sehe da keinen Handlungsbedarf“, sagt sie über die aktuellen Negativ-Nachrichten zu Green City. Der Landkreis solle abwarten, was das Unternehmen vorlege, insolvent sei es schließlich nicht. „Das sind Kämpfer, die es versucht haben“, lobt Gruber die AG. Die Grünen-Politikerin sieht für die aktuellen Lage die schwierige Situation bei globalen Lieferketten und lange, komplizierte Genehmigungsverfahren für Erneuerbare-Energien-Projekte verantwortlich. „Ich hoffe, dass da nachjustiert wird“, sagt sie mit Blick auf die neue Bundesregierung. Schließlich seien auch Atomstrom und Kohle lang subventioniert worden.

CSU: Das Projekt wird sich rentieren

Das Windkraft-Vorhaben im Forst wird sich rentieren, davon ist CSU-Kreisrat Martin Lechner aus Grafing überzeugt. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der Kreis-CSU. „Es gibt Andere auch“, sagt Lechner über den Fall einer Green-City-Pleite. Der Stromverbrauch und die erzielten Preise stiegen mit der Energiewende – Stichworte: Wärmepumpen und Elektroautos. Mit fünf Anlagen und großen Abständen sei der Forst-Standort ein guter, sagt Lechner und denkt dabei auch laut an die geplante Bürgerbeteiligung: „Da kann man was Vernünftiges machen.“

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