Kiesabbau genehmigt

Zorneding - Im zweiten Anlauf genehmigt: Der Weyarner Spediteur und Kiesabbauunternehmer Siegfried Penzenstadler darf am südwestlichen Ortsrand von Zorneding Kies abbauen. Allerdings nur fünf Jahre lang.

Im Oktober hatte der Bauausschuss des Zornedinger Gemeinderats das Ansinnen des Unternehmers noch abgelehnt. Dieser hatte eine Laufzeit von zehn Jahren beantragt, was einer hauchdünnen Mehrheit viel zu lang erschien, weil in der gleichen Sitzung zuvor dem Moosacher Kiesabbauunternehmer Siegfried Eisenschmid nur eine Verlängerung der Ausbeute um ein Jahr zugebilligt war.

Dass Penzenstadler trotz der Ablehnung wieder kommen würde, hatte damals bereits Bürgermeister Piet Mayr (CSU) prognostiziert.

Auch diesmal ging die Diskussion um die Laufzeit der Abbaugenehmigung.

Johann Haindl und Christian Krumpholz von der CSU plädierten für lediglich drei Jahre. In der Praxis dauere der Abbau und die anschließende Rekultivierung ohnehin länger. Die vorgesehene Ausbeute lasse sich auch in drei Jahren problemlos bewerkstelligen. „Sonst dauert das einfach viel zu lange. Wir machen ja ewig Löcher auf, es wäre deshalb schön, wenn wir sie auch in absehbarer Zeit wieder schließen könnten“, appellierte Krumpholz. Wenn die drei Jahre nicht reichten, könne der Unternehmer ja eine Verlängerung beantragen, meinte Stefan Ruth (CSU). Damit hätte man kein Problem.

Der Unternehmer könne nur soviel Kies abbauen, wie es am Markt verlangt werde“, hielt Helmut Obermayr (Grüne) entgegen. Auch sei die Lage der Abbaufläche direkt an der Umgehungsstraße optimal.

So sah es auch Wilhelm Ficker von den Freien Wählern. „Wir haben keinen Grund, den Abbau zu beschleunigen.“

Bauamtsleiterin Diana Saiger warnte ebenfalls vor einer zu kurzen Laufzeit. Um dann nicht Abbauanträge auf irgendwelchen Flurnummern behandeln zu müssen, fehle es dann nämlich im Flächennutzungsplan an weiteren Positivausweisungen. Die könnten dann ja wieder vorgenommen werden, argumentierte Haindl.

Mit 5:3 Stimmen wurde am Ende dem Antrag des Unternehmers aus dem Landkreis Miesbach stattgegeben.

Von Eberhard Rienth

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Foto bewegt ganz Ebersberg: Wie Feuerwehrmann Sven Lagreze das Großfeuer erlebte
Das Bild von dem erschöpften Feuerwehrmann hat die Menschen berührt. Wir waren mit dem Ebersberger einen Tag nach dem schlimmen Brand noch einmal am Einsatzort.
Foto bewegt ganz Ebersberg: Wie Feuerwehrmann Sven Lagreze das Großfeuer erlebte
Wohnhaus in Flammen - 100 Helfer kämpfen gegen Brand - Feuerwehrmann verletzt - Video
Großbrand im Zentrum von Ebersberg: In der Eberhardstraße stand das Haus der Glaserei Mascher im Vollbrand. Rund 100 Feuerwehrkräfte sind im Einsatz. Die Rauchschwaden …
Wohnhaus in Flammen - 100 Helfer kämpfen gegen Brand - Feuerwehrmann verletzt - Video
Aßlinger Gemeinderat einig: Wir lehnen Gewerbehof ab
Keine Zustimmung für das Mammutprojekt Gewerbehof in Lorenzenberg! Da war sich der Aßlinger Gemeinderat einig. Die Pläne widersprechen dem Bebauungsplan diametral.
Aßlinger Gemeinderat einig: Wir lehnen Gewerbehof ab
SPD Zorneding: Antwort auf „zukunftvergessene Politik“
Bianka Poschenrieder ist nun auch offiziell Bürgermeisterkandidatin in Zorneding.
SPD Zorneding: Antwort auf „zukunftvergessene Politik“

Kommentare