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Hohes Gut: Die Versorgung mir sauberem Trinkwasser ist eine wichtige Aufgabe.

Preissteigerung um 50 Cent

Kirchseeon: Wasser wird wohl teurer

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Der Kirchseeoner Wasserpreis könnte deutlich steigen. Hintergrund sind Pläne für einen Notverbund. Die tatsächlichen Kosten stehen aber noch nicht fest.

Kirchseeon – Das Wasser aus dem Kirchseeoner Wasserwerk könnte deutlich teurer werden. Der Preis pro Kubikmeter könnte nach derzeitigen Überlegungen von aktuell 1,40 Euro netto um 50 Cent auf 1,90 Euro steigen. Hintergrund ist vor allem der derzeit geplante Notverbund, notwendig um die Versorgung abzusichern. Vorsorglich wurden drei Millionen Euro in den Haushalt des Wasserwerks eingestellt, finanziert durch Kredite.

Steigerung von 1,40 Euro auf 1,90 Euro

Doch die tatsächlich entstehenden Kosten stehen noch nicht fest. Es gibt nämlich mehrere Varianten für den Notverbund, die aktuell geprüft werden. „Es kann sein, dass wir die Millionen gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil brauchen“, so Bürgermeister Udo Ockel (CSU) in der Sitzung des Werkausschusses. Offen ist auch noch, welche Zuschüsse oder Beteiligungen es geben könnte.

Tatsächliche Kosten stehen noch nicht fest

Im Markt Kirchseeon gibt es drei Versorger, neben dem gemeindlichen Wasserwerk vor allem für Kirchseeon selbst auch eigenständige Organisationen für Buch und Eglharting.

Kirchseeonern droht höherer Wasserpreis

In der Debatte stehen für den Notverbund des Wasserwerkes Kirchseeon schon länger zwei Alternativen. Ein Anschluss an das Leitungssystem der Ver- und Entsorgung München Ost (VEMO), der früheren Zornedinger Gruppe, also quasi ein Nachbarnetz, oder ein eigener neuer Brunnen im Ebersberger Forst, was lange und teure Leitungen zur Folge hätte. Die jetzt angesetzten Kosten von drei Millionen Euro bilden einen Mittelwert. „Für Zorneding ist es zu viel, für einen Brunnen im Forst ist es zu wenig“, so Ockel.

Mehrere Alternativen in der Diskussion

Seit Kurzem wird auch über eine weitere Alternative nachgedacht. Zunächst gab es den Vorschlag, einen Brunnen bei Buch zu bauen, dort wo auch die VEMO entsprechende Pläne hat. Gutachten für letzteres Projekt sind beauftragt.

Möglich wäre auch, südlich von Eglharting einen weiteren Brunnen zu schlagen (wir berichteten). Hier sind die Überlegungen aber noch ganz am Anfang.

Eglhartinger Wasser bleibt günstig

Wie der kaufmännische Leiter des Wasserwerks Kirchseeon, Robert Ess, in der Sitzung des Ausschusses erklärte, seien aufgrund der derzeitigen Kassenlage im Jahr 2020 und auch in den Folgejahren keine vollständigen Wasserleitungssanierungen mehr möglich. Wegen des höheren Schuldendienstes für Kredite, um den Notverbund zu finanzieren, könnten kein Finanzpolster aufgebaut werden.

Derzeitige Prognose

Nach den derzeitigen Prognosen könnte bei Anhebung der Wassergebühr ab 2021 um 50 Cent die nächste Wasserleitungssanierung Am Bahnsteg und am Dachsberg mit Kosten von jeweils 150 000 Euro im Jahr 2023 umgesetzt werden. Die Sanierung der Wasserleitung in der Osterseeoner Straße mit veranschlagten Kosten von 200 000 Euro muss auf spätere Jahre verschoben werden.

Investitionsplan 2021 bis 2023

Laut Investitionsplan sind für die Jahre 2021 bis 2023 165 000 Euro für die Beschaffung von Wasserzählern und für die Erstellung von Hausanschlüssen vorgesehen.

Zudem wurde für den Bau einer zweiten Befüllungs- und Entleerungsleitung vom Hochbehälter bis zum Schieberkreuz ein Ansatz von 100 000 Euro gebildet. Es geht um eine Strecke von 100 Metern. Auch das ist eine Maßnahme zur Versorgungssicherheit. Die aktuelle Leitung stammt aus dem Jahr 1963.

Wasser: Ebersberg sauer auf Grafing

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