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Fackel-Demo: Gegen eine Trasse im Süden der Gemeinde Kirchseeon hatte sich breiter Widerstand gebildet.

B 304-Südumfahrung von Kirchseeon

Straßenkampf flammt wieder auf

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Kirchseeon - Neue Hoffnung für die Befürworter einer Kirchseeoner B 304-Umfahrung. Wie der  SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer am Montag erklärte, rücke das Projekt im neuen Bundesverkehrswegeplan wohl eine Stufe nach oben in die Kategorie „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“.

Schurer geht sogar davon aus, dass eine Einordnung noch eine Stufe höher unter „vordringlicher Bedarf“ möglich wäre. Dadurch würde eine Umfahrung wahrscheinlicher.

Dazu wäre jedoch aus Sicht des SPD-Bundestagsabgeordneten eine klare Positionierung des Kirchseeoner Gemeinderates für eine Trasse notwendig. „Die eigentliche Hürde ist die Einigung vor Ort“, sagt Schurer. Auslöser für die aktuelle Entwicklung seien die Einwendnungen der Bürger im laufenden Verfahren. „Im Bundesverkehrsministerium hat man wohl erkannt, wie dringend das Problem vor Ort ist“, glaubt der Abgeordnete.

Sein CSU-Kollege Andreas Lenz zeigte sich am Montag überrascht von der Entwicklung. Er werde weitere Informationen einholen und sich mit Schurer absprechen. „Der Ball wurde jetzt nach Kirchseeon zurückgespielt“, sagte Lenz. Das Planungsrecht bringe jedoch gar nichts, so lange man sich vor Ort nicht einig sei. Und: Der endgültige Beschluss im Bundestag stehe noch aus.

Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel (CSU) ist vorsichtig. Er will zunächst weitere Informationen abwarten. Als positiv wertete der Rathauschef, dass die Einsprüche von Bürgern und Organisationen im laufenden Verfahren offenbar Wirkung zeigen. Er befürchtet jedoch, dass sich die Positionen von Befürwortern und Gegnern einer Südumfahrung des Ortes „im Grunde“ nicht geändert haben. Ockel geht davon aus, dass nun die Debatte wieder hochkocht, und hofft, dass sie nicht erneut so emotinal geführt wird, wie vor dem Bürgerentscheid. Dieser war zwischen Gegnern und Befürwortern eine Südtrasse nahezu unentschieden ausgegangen. Derzeit ist wieder eine Trasse durch denEbersberger Forst im Norden der Gemeinde im Gespräch.

Befürworter einer Umfahrung der Bundesstraße wie Barbara Blanc freuen sich über die aktuelle Entwicklung. Sie hofft, dass Missverständnisse aus früheren Debatten nun aufgeklärt werden. „Jetzt ist der Gemeinderat gefragt.“ Auch eine Südtrasse müsse nun wieder diskutiert werden, sagte Blanc. „Es wäre schön, wenn es doch für Kirchseeon eine Lösung geben könnte“, so Brigitte Sickinger, Vorsitzende des Vereins „Schutz des Kirchseeoner Südens“. Eine Südvariante einer Umfahrung ist aus ihrer Sicht in der aktuellen Debatte jedoch vom Tisch.

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