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Alles andere als sicher ist der Schulweg für Kirchseeoner Gymnasiasten derzeit. Schüler, die vom Bahnhof kommen, müssen die Einfahrt für Busse und Autos queren, um auf das Schulgelände zu gelangen.

Weiterer Fußweg für Schüler

Endlich sicher zur Schule

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Sicherer werden soll der Zugang zum Gymnasium Kirchseeon vor allem für Fußgänger. Schüler, die zu Fuß vom Bahnhof kommen, müssen derzeit die Einfahrt für Autos und Busse queren, um auf das Schulgelände zu gelangen. Dort ist auch das Tor. Ansonsten ist das Schulgelände durch einen Zaun gesichert.

Kirchseeon – Ein Betreten des Areals von der Moosacher Straße an einer anderen Stelle ist bisher nicht möglich. Das soll sich nun ändern. Der Gemeinderat Kirchseeon wird sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 6. Juni, mit dem Thema beschäftigen.

Wie Bürgermeister Udo Ockel erklärte, gebe es Überlegungen, entlang des Zaunes an der Nordseite des Schulareals einen weiteren Fußweg zu bauen, der dann zwischen Buswendeschleife und Turnhalle zum Schuleingang führen würde. Damit würden die Schüler nicht mehr im Einmündungsbereich gehen müssen. „Der Markt Kirchseeon ist angefragt worden, ob er das Grundstück für diese aufwändige Lösung bereitstellen würde“, so Ockel. „Problematisch ist für uns an der Planung, dass sich dort ein im Winter als Rodelhügel genutzter Hang befindet, der wohl zum Teil abgegraben werden soll.“ Der Erhalt dieser Rodelmöglichkeit sei im Bebauungsplanverfahren seinerzeit ein großes Thema gewesen. „Es wird abzuwarten bleiben, wie die Beratung abläuft“, sagt der Rathauschef.

Die Vertreter der Eltern plädieren für einen zusätzlichen Fußweg, wie Elterbeirätin Janett Lörner auf Anfrage bestätigte. Dann könnten auch Busse, Autos und Radfahrer ungehindert auf das Schulgelände fahren. Zuständig für das Gymnasium ist als Sachaufwandsträger das Landratsamt.

Weil der Weg jedoch auf kommunalem Grund liegen würde, müsse der Gemeinderat Kirchseeon zustimmen, so Landratsamtssprecherin Evelyn Schwaiger. Mit einem positiven Votum könnte der Landkreis weiter planen. Das Projekt müsse dann aber noch im zuständigen Ausschuss des Kreistages beraten werden.

Mitte Januar hatte die Polizei Ebersberg vor dem Gymnasium eine Verkehrssicherheitsaktion durchgeführt. Dabei fielen verschiedene Probleme auf. Das Kind „nur kurz“ vor der Schule aussteigen zu lassen, führt, so der Bericht der Schulleitung, jeden Morgen zu haarsträubenden Situationen. Dies bestätigten durch ihr Verhalten damals auch Eltern, als die Polizei vor Ort war, wie Hauptkommissar Dirk Anders, damals Sachbearbeiter Verkehr in der Inspektion Ebersberg, im Januar gegenüber der Ebersberger Zeitung erklärte. Am Morgen sei der Schulbusverkehr behindert und der durchgehende Verkehr auf der Moosacher Straße ausgebremst worden. „Der Busfahrer ist sauer, weil Eltern mit ihren Autos in der Zufahrt stehen und diese blockieren.“ Auch das Schulpersonal habe nicht ungehindert zu den Parkplätzen fahren können. „Mit aufklärenden Gesprächen wurde auf die Verkehrssituation und ein entsprechend positiveres Verhalten hingewiesen“, so Anders. „Die Einsicht war, zumindest für den Moment, gegeben.“ Deutlich wurde damals auch, dass Fußgänger wegen der Zufahrtsituation gefährdet sind. Hier könnte sich jetzt eine Lösung abzeichnen.

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