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Das bunte Haus am Spannleitenberg verschwindet und macht Platz für den Neubau. 

Baubeginn für Betreuungseinrichtung

Kirchseeon: Bagger schafft Platz für Kinder

Der Bagger schafft den Platz für das neue Haus für Kinder in Kirchseeon. Die Gemeinderäte schauen dabei ganz genau auf die Einhaltung des Kostenrahmens. Die Kinder des nahen Johanniter-Kindergartens dagegen mehr, was sich auf der Baustelle hinter ihrem Container tut.

Kirchseeon – Alexandra Hölzel ist die Leiterin der Einrichtung der Johanniter, die ins neue Haus für Kinder mit ihren Schützlingen einziehen wird. Sie zeigte sich am Montagabend im Kirchseeoner Gemeinderat begeistert. Eigens zur Schilderung der Reaktion der Kinder auf die Baggerarbeiten war sie zur Sitzung gekommen. Denn jetzt rühre sich was auf der Baustelle, drückten sich die Kinder die Nase an den Fenstern platt oder würden einfach nur beobachten, was da so läuft.

Den Blick auf die Finanzen haben dagegen die Gemeinderäte. Vor allem weil es bei den beiden anderen Großprojekten, dem Sportlerheim hinter der ATSV-Halle und der Erweiterung und Sanierung der Kirchseeoner Schule unliebsame Kostenmehrungen gab. Und auch beim Haus für Kinder wurde der Kostenrahmen immer wieder nach oben geschoben. 4,5 Millionen Euro waren anfangs für den Bau der 36 Kinderkrippenplätze und des dreigruppigen Kindergartens mit Aufenthalts- Büro-, Sanitär- und Küchenflächen, der zusätzlich auch die Kirchseeoner Dienststelle des Trägers, der Johanniter, beherbergen soll. Dann war die Rede von 5,6 und 6,35 Millionen.

Im diesjährigen Haushaltsplan samt der Finanzplanung bis 2020 der stehen inzwischen 6,52 Millionen Euro Gesamtkosten. Der Großteil soll natürlich heuer verbaut werden. Für 2018 stehen noch „Restkosten“ in Höhe von 1,504 Millionen Euro im Finanzplan.

„Ich hätte gesagt, das ist eine Punktlandung“, äußerte Bürgermeister Udo Ockel (CSU) nach der am Montagabend erfolgten Vergabe der Elektroarbeiten. Für 364 132 Euro gingen sie an eine Ebersberger Firma. Das Ausschreibungsergebnis lag damit nur um 748 Euro über der vom Gemeinderat gebilligten Kostenberechnung.

Richtig gespart und sich damit ein kleines Finanzpolster für die nächsten Vergaben geschaffen hat man bei der Aufzugsanlage, die eine barrierefreie Kita schafft. 36 596 Euro verlangt eine Garchinger Firma dafür. Das sind 22 903 Euro weniger, als die Kostenberechnung ergeben hatte. Dass diese aber nicht grob danebenlag, relativierte Ockel angesichts der herrschenden Sensibilität sofort: Der teuerste Bieter habe wiederum um rund 20 000 Euro über den veranschlagten 60 000 Euro gelegen.

Bis zum Herbst dieses Jahres soll der Rohbau des Hauses für Kinder stehen. Parallel dazu kommt dann das Dach drauf. Über dem Winter sind die entsprechenden Ausbauarbeiten vorgesehen, so dass das Gebäude im Sommer kommenden Jahres fertig werden könnte.  er/lan

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