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Bei unserem Spiel müssen die Kinder aber nicht herumlaufen und ständig auf ihr Handy schauen“: Moritz Fäßler, neuer Kirchseeoner Jugendpfleger präsentiert das neue Handy-Spiel, das im Ferienprogramm angeboten wird.

Es ist nur ein Spiel

Außerirdische greifen Kirchseeon an

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Ganz deutlich ist es auf dem Bildschirm des Smartphones zu sehen. Eine fliegende Untertasse schwebt vor einem Haus in Kirchseeon, bewegt sich hin und her. Von dem unbekannten Flugobjekt geht ein Strahl aus. Es gibt seltsame Geräusche. Dann verlassen Außerirdische ihr Raumschiff. Kirchseeon muss gerettet werden. So lautet die Aufgabe.

Kirchseeon– Seltsam, dass die Raumschiffe nur auf dem Display zu sehen sind. Schaut man daran vorbei auf das reale Gebäude, ist nichts zu entdecken. Die Lösung: Es handelt sich um ein ganz spezielles Spiel im Rahmen des Kirchseeoner Sommer-Ferienprogramms, eine besondere Art der Schnitzeljagd. Dahinter steckt „Augmented Reality“, übersetzt „erweiterte Wirklichkeit“.

„Eine Kollegin war auf einer Fortbildung und hat dabei dieses Spiel kennen gelernt. Sie war begeistert und hat uns die Unterlagen mitgebracht“, erklärt Rainer Schott, Abteilungsleiter Soziales im Rathaus Kirchseeon, der auch für die Jugendarbeit zuständig ist. Um spielen zu können, braucht man ein internetfähiges Handy oder ein Tablet. „So etwas haben inzwischen schon viele Kinder, teilweise bereits in der zweiten Klasse. Und wer kein solches Gerät hat, der kann es sich vielleicht ausleihen.“

Zunächst müssen die Spieler die kostenlose App „Aurasma“ auf ihr Gerät herunterladen, dann kann es losgehen. „Die App ist laut Experten sicher“, sagt Schott.

Der neue Kirchseeoner Jugendpfleger Moritz Fäßler hat vorgearbeitet. Da wurden Fotos von Kirchseeoner Gebäuden gemacht und in eine Datenbank im Internet gestellt. Wenn man jetzt die Kamera des Handys auf diese Gebäude richtet, und zwar von der richtigen Stelle aus, und die App gestartet hat, kann das Haus erkannt werden. Dann erscheinen beispielsweise zusätzliche Bilder auf dem Display, die sich wie eine Folie über das Originalfoto legen. Anschließend gibt es einen Hinweis, wohin der Spieler als nächstes gehen soll. „Das können aber natürlich nur Eingeweihte sehen“, meint Schott schmunzelnd. Wer plötzlich den Kopf des Jugendpflegers auf seinem Handy entdeckt, sollte nicht überrascht sein.

Etwas Ähnliches ist „Pokémon Go“, das vor einiger Zeit für ziemliche Aufregung sorgte. „Bei unserem Spiel müssen die Kinder aber nicht herumlaufen und ständig auf ihr Handy schauen“, betont Fäßler. Es gibt Anweisungen, wo das nächste Ziel ist. „Dazu brauchen wir kein GPS.“

Der Jugendpfleger ist mitten in den Vorbereitungen. „Ich habe noch eine Woche Zeit, bis es los geht.“ Bis dahin ist noch einiges an Programmierarbeit zu leisten. Fäßler räumt ein, dass es manchmal Probleme beim Erkennen der Bilder durch „Aurasma“ geben könnte, vor allem wegen der Lichtverhältnisse. Alle Bilder wurden nämlich bei Sonnenschein aufgenommen. Wenn man versucht, sie bei Regen anzupeilen, könnte es schief gehen. „Aber nicht gleich aufgeben, wenn es beim ersten Versuch nicht klappt“, so Fäßler.

Für diejenigen, bei denen es gar nicht funktioniert, bietet der Jugendpfleger am Donnerstag, 17. August, eine gemeinsame Schnitzeljagd an. Treffpunkt ist dann um 13.30 Uhr am neuen Jugendtreff in der Wasserburger Straße 16. Ausweichtermin bei schlechten Wetter ist am darauffolgenden Donnerstag, 24. August. Ort und Zeit blieben gleich.

Los ging es am Freitag gleich nach Schulschluss. Dann hatte der Jugendpfleger das Programm frei geschaltet. Erster Anlaufpunkt war die Westseite des Kirchseeoner Rathauses auf Höhe der Bushaltestelle. „Schau durch das Handy das Rathaus an und du wirst überrascht sein, was du siehst“, versprach Fäßler. Im Laufe des Spiels soll es noch einige weitere Überraschungen geben.

Weitere Informationen

im Rathaus Kirchseeon bei Jugendpfleger Moritz Fäßler unter Telefon (0 80 91) 5 52 70, Email: moritz.faessler@kirchseeon.de oder im Ferienprogramm der Gemeinde unter www.kirchseeon.de.

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