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Der Gartenweg, hier 2012, sorgt bis heute für Ärger. 

Marktgemeinderat

Bürgermeister: „Wir haben alles richtig gemacht“

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Fehlerhaft geplant, zu teuer und falsch abgerechnet: Kritik einiger gibt es genug an der Sanierung des Gartenwegs in Kirchseeon. Für einen Anwohner ist der Fall noch nicht erledigt.  

Kirchseeon – Die Sanierung des Gartenwegs in Kirchseeon vor einigen Jahren hat nicht allen Anwohnern geschmeckt. Sie mussten für den Straßenbau bezahlen, die Kosten wurden größtenteils umgelegt, weil es eine Anliegerstraße ist: 205 542 Euro von insgesamt 256 927 Euro.

Dagegen wehrt sich ein Kirchseeoner bis heute. Gegen die Kosten legte er bei der Verwaltung Beschwerde ein. Bezahlt hat er seinen Anteil, wenn auch ein wenig später als gefordert, heißt es aus dem Rathaus. Zufrieden zeigt sich der Anwohner nicht. Er stellte jüngst einen Antrag an den Marktgemeinderat, dass die Verwaltung die Abrechnung für den Gartenweg erneut „von einer externen Stelle“ überprüfen lasse.

Das Gremium zeigte sich wenig beeindruckt, diskutiert wurde nicht. Extern soll die Abrechnung der Straßenausbaubeiträge nicht kontrolliert werden, dafür soll sie dem Landratsamt vorgelegt werden. Dieses kann bei einer Beanstandung widersprechen. Die Gemeinde müsste dann neu abrechnen. Der Beschluss dazu fiel einstimmig.

Sanierung war anfangs für 400 000 Euro geplant

Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel (CSU) zeigte sich selbstbewusst. „Wir haben alles richtig gemacht“, sagte er. Der Anteil, den die Bürger für die Sanierung der Straße bezahlen mussten, sei richtig angesetzt worden.

Die Maßnahme, 2012 vom Gemeinderat beschlossen, führte von Beginn an zu Ärger zwischen Bürgern und Verwaltung. Weil die Straße marode war, und tiefe Schlaglöcher die Fahrbahn zierten, musste sie repariert, teilweise auch der Unterbau erneuert werden.

Die Anwohner kritisierten damals: Die Straße könnte mit geringerem Aufwand verkehrstüchtig gehalten werden. Sie schrieben einen Protestbrief, denn die erste Planung hätte 400 000 Euro gekostet.

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