Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl Kirchseeon: Paeplow und Seidinger in Stichwahl - Corona schränkt Wahlkampf ein

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Nach Bürgermeisterwahl: Jan Paeplow (CSU) und Klaus Seidinger (UWG) gehen in die zweite Runde. Wahlkampf gibt es nun aber nur „light“.

Kirchseeon – Ein Wahlkampf der besonderen Art steht den Kirchseeonern in der zweiten Runde zur Entscheidung um das Bürgermeisteramt bevor. In der Stichwahl treten Jan Paeplow (CSU, 38,1 Prozent) und Klaus Seidinger (UWG, 30,5 Prozent) gegeneinander an. Noch am Wahlabend verständigten sich die beiden Bewerber darauf, wegen Corona auf Veranstaltungen und Infostände zu verzichten. Vorgesehen ist das Werben um Stimmen im Internet und über die Medien.

Klaus Seidinger: „Wir wollen dennoch noch einmal richtig Gas geben. Der Abstand ist gering“

„Wir wollen dennoch noch einmal richtig Gas geben. Der Abstand ist gering“, so Seidinger. Er habe ein gutes Ergebnis erhofft, aber nicht unbedingt erwartet. Denn die UWG habe auch aus finanziellen Gründen einen Wahlkampf auf Sparflammen geführt.

Paeplow bedankte sich am Sonntagabend zunächst bei den Wählern, die ihm das Vertrauen geschenkt haben. Und er verwies auf einen sehr fairen Wahlkampf. Dafür bedankte er sich bei seinen Mitbewerbern. Jetzt steht die zweite Runde an.

Obwohl sie es nicht in die Stichwahl geschafft hat, freute sich Andrea Oberhauser-Hainer, Kandidatin der Grünen, über ihre 21,5 Prozent. „Das ist für uns wie ein Sieg. Wir freuen uns sehr.“ Sie sieht darin auch deutlichen Rückenwind für die Politik der Grünen im Gemeinderat. „Wir machen weiter.“

Ciccia (SPD): „9,9 Prozent ist sportlich“

„Sportlich“ sieht Domenico Ciccia, parteiloser Bürgermeisterkandidat der SPD, sein Ergebnis von 9,9 Prozent. „Jetzt kann ich mich in den nächsten zwei Wochen um meinen Garten kümmern“, witzelte er. Er machte aber auch klar, die SPD werde im Gemeinderat weiter darum kämpfen, ihre Ziele umzusetzen. An denen habe sich schließlich nichts geändert.

Stichwahl: Keine Empfehlung der Sozialdemokraten

Die Sozialdemokraten haben sich im Wahlabend dafür ausgesprochen, bei der Stichwahl keine Empfehlung für einen der beiden Kandidaten abzugeben. Bei den Grünen will man noch überlegen. „Wir wollen zunächst das Ergebnis der Gemeinderatswahlen abwarten.“

Im Vorfeld hatte es in der Bevölkerung großes Interesse an der Kommunalwahl gegeben. Die vier Kandidaten hatten gemeinsam eine Podiumsdiskussion organisiert. Die ATSV-Halle war voll. Vorne blieben ein paar Stühle frei. Im Eingangsbereich standen einige Besucher. Die Debatte, moderiert durch die EZ, verlief sachlich, ohne gegenseitige Anfeindungen. Nach der Einschätzung von einigen Beobachtern hatte es Überraschungen gegeben, jedoch keine klaren Sieger. Seit Sonntagabend gibt es zumindest zwei Spitzenreiter.

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