Ein „Starenkasten“ (Symbolbild)
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Ein „Starenkasten“ (Symbolbild)

Tempo-Sünder: Kirchseeon prüft feste Radar-Überwachung

„Wie kann man nur so fahren?“ - Kirchseeon sagt B304-Rasern Kampf an: Fester Blitzer am Spannleitenberg

  • Robert Langer
    VonRobert Langer
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Viele Autofahrer sind viel zu schnell auf der B304 durch Kirchseeon unterwegs. Dem Bürgermeister reicht es jetzt: Er plant an der schlimmsten Stelle einen festen Blitzer.

Kirchseeon – „Das ist keine Abzocke“, betont Kirchseeons Bürgermeister Jan Paeplow (CSU). Er will einen stationären Dauerblitzer an der B 304 am Spannleitenberg im Osten der Kommune. „Es geht um die Verkehrssicherheit“, so das Argument des Rathauschefs. Entsprechende Überlegungen sprach Paeplow jetzt im Gemeinderat an. Anlass bieten aktuelle Geschwindigkeitsmessungen in der Kommune.

Ein Fahrer fährt mit 118 im 50er-Bereich: „Wahnsinn!“

Ein Beispiel: Ein Autofahrer war dort innerorts, also Tempo 50, mit 118 Stundenkilometern unterwegs. „Das ist für mich ein Wahnsinn!“, schimpft Paeplow über die vielen Raser. „Wie kann man nur so fahren? Da fehlt mir absolut das Verständnis.“ Der Bürgermeister verwies in der Sitzung vor allem darauf, dass an der Bundesstraße sowohl eine Schule als auch auch die Betreuungseinrichtung „Haus für Kinder“ liegen. Es geht für den neuen Blitzer wohl um den Bereich bergab Richtung München nach dem Ortsschild ortseinwärts.

Hintergrund war ein Kurzbericht im Gemeinderat zur Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs. Demnach wird neben dem Spannleitenberg vor allem in der Moosacher Straße und in der Anzinger Straße zu schnell gefahren.

Derzeit laufen laut Rathaus Gespräche auch mit der Polizei zu diesem Thema. Wie der Vorschlag eines stationären Blitzers umgesetzt werden könnte, ist noch offen. „Wir müssen Details klären“, so Paeplow. Es gehe auch um nicht unerhebliche Investitionen. Im Haushalt der Kommune seien derzeit für den Bereich Verkehrssicherheit rund 100 000 Euro eingeplant.

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