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320 Kriegsvertriebene im Landkreis Ebersberg - Erste Turnhalle wird Notunterkunft - Busse angekündigt

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Von: Josef Ametsbichler

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Auf der Flucht: Viele Ukrainer verlassen wegen des russischen Angriffs ihre Heimat – wie diese Gruppe an der rumänisch-ukrainischen Grenze. 320 Menschen sind bereits im Landkreis Ebersberg angekommen.
Auf der Flucht: Viele Ukrainer verlassen wegen des russischen Angriffs ihre Heimat – wie diese Gruppe an der rumänisch-ukrainischen Grenze. 320 Menschen sind bereits im Landkreis Ebersberg angekommen. © Mihailescu/ AFP

Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die im Landkreis Ebersberg ankommen, steigt rapide. Die Behörden reagieren und räumen eine erste Turnhalle.

Landkreis – Insgesamt sind derzeit 320 Kriegsvertriebene aus der Ukraine offiziell im Landkreis registriert. Das meldet das Landratsamt am Freitagnachmittag. 40 davon sind in der Erstaufnahme-Unterkunft in Zorneding untergebracht. Schon am kommenden Montag werden laut Kreisbehörde weitere aus der Ukraine geflüchtete Menschen erwartet. Für die kommende Woche seien zwei Busse angekündigt. Auch privat oder mit der Unterstützung von Organisationen sind ukrainische Staatsbürger auf der Flucht vor dem Krieg in den Landkreis gekommen.

Ukraine-Flüchtlinge im Kreis Ebersberg: Unterkunft in Zorneding reicht bald nicht mehr

Weil die Platzkapazitäten in der Unterkunft in Zorneding nach aktuellem Stand in kurzer Zeit erschöpft sein werden, muss der Landkreis nun Turnhallen als vorübergehende Bleibe für Kriegsvertriebene einrichten. Zunächst wird das laut Landratsamt die Sporthalle des Gymnasiums Kirchseeon sein. Landrat Robert Niedergesäß äußert sich in der entsprechenden Mitteilung: „Ich danke der Schulfamilie für die aktive Hilfsbereitschaft und das großzügige Angebot, den Menschen in Not auf diese Art zu helfen.“ Ab kommendem Montag kann in der Halle kein Schul- und Vereinssport mehr stattfinden. Sie wird mit Betten und Spinden entsprechend ausgestattet. Rund 150 Menschen können so laut Kreisbehörde untergebracht werden.

Turnhalle Kirchseeon wird Notunterkunft

Das Landratsamt hat einen Ukraine-Krisenstab eingerichtet. Leiterin ist Brigitte Keller, die fast zwei Jahre lang den Corona-Krisenstab geleitet hat. Ein Schwerpunkt liege dieses Mal auch in der Unterbringung und Betreuung der zahlreich ankommenden Kinder.

Auf der Homepage des Landratsamtes www.lra-ebe.de gibt es eine Sonderseite „Informationen zur Ukraine-Krise“. Wer nach dem 24. Februar geflüchtet ist, soll sich per Online-Formular sowie im örtlichen Einwohneramt melden. Ebenfalls gibt es dort Informationen zur Suche von Angehörigen. Eine kostenlose Corona-Impfung ist ohne Anmeldung im Impfzentrum möglich.

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