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Hier am Parkplatz des Gasthofs Hamberger stand traditionell der Eglhartinger Maibaum. Doch die Zeiten sind vorbei, der Wirt stellt den Platz nicht mehr zur Verfügung.  

„Lasse mir nicht auf Kopf rumtrampeln“

Nach Streit: Wirt verbannt Gemeinde-Maibaum von seinem Grundstück 

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Der Eglhartinger Maibaum wird nach einem Streit im Jahr 2018 an einem neuen Standort aufgestellt.

Eglharting – Bisher dominierte er neben dem Gasthaus Hamberger direkt an der Bundesstraße das Ortsbild. Hintergrund ist ein Streit unter anderem zwischen Hamberger-Wirt Max Hundseder, Anwohnern und Rathaus.

„Ich lasse mir nicht auf dem Kopf rumtrampeln“, betont Hundseder gegenüber der Ebersberger Zeitung. Weil sich Nachbarn über die Hütehunde für seine Schafe beschwerten und sich belästigt fühlten, hat er einen Ordnungsgeld-Bescheid von der Gemeinde bekommen. „Die Hunde haben noch nie jemanden gebissen“, sagt Hundseder. Er könne seine Hunde auf seinem Grundstück frei laufen lassen. 

Auch der Parkplatz vor der Gastwirtschaft, dort wo am Rande der Maibaum steht, gehöre ihm. „Ich wüsste nicht, dass ich etwas verkauft habe oder dass ich enteignet worden wäre.“ Die öffentliche Bushaltestelle stehe ebenfalls auf seinem Grund. 

Derzeit werde massiv Stimmung gegen ihn gemacht, sagt Hundseder. Er sei deshalb inzwischen von seinen Ehrenämtern bei den örtlichen Vereinen zurückgetreten. Mit dem Maibaum sei es jetzt eben auch vorbei, so Hundseder. Er räumt jedoch ein: „Schade ist das schon.“

Alternativstandort gefunden

Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel bestätigte auf EZ-Anfrage den Standortwechsel. „Von den Vorstandschaften der Schützengesellschaft Eglharting und der Feuerwehr Eglharting war ich informiert worden, dass der bisherige Aufstellort beim Gasthof Hamberger nicht mehr genutzt werden kann.“ In nichtöffentlicher Sitzung habe der Gemeinderat die Angelegenheit besprochen, auch die Möglichkeit, einen Alternativstandort zu schaffen. Warum der Maibaum quasi umziehen muss, war aus dem Rathaus nicht zu erfahren. „Zu den Hintergründen kann der Markt nichts sagen“, erklärte Ockel.

Die Verantwortlichen sind schon mitten in den Vorbereitungen. „Wir werden bei der Eglhartinger Schule an der Ecke Graf-Ulrich-Straße und Ilchinger Straße, dort wo bisher immer eine Wahlplakattafel aufgestellt wurde, ein Fundament mit Schienen erstellen lassen“, sagt Ockel. Dazu konnte die Schützengesellschaft Eglharting, die bisher alleine für den Maibaum verantwortlich war, eine statische Berechnung weitergeben. Diese Berechnung sei inzwischen durch das gemeindliche Bauamt auf Aktualität geprüft worden. Als nächsten Schritt soll der Einbau des Fundaments möglichst bald umgesetzt werden.

Der neue Standort sei in Absprache mit der Schützengesellschaft Eglharting, der Feuerwehr Eglharting und der Schulleitung gewählt worden, so Ockel. Der Maibaum könne dann von Osten her, unter Nutzung der Graf-Ulrich-Straße, aufgestellt werden. Der Schulhof soll, wie beim Dorffest der Feuerwehr, für die Veranstaltung zur Verfügung stehen. Je nach Witterung könne auch die nahe Fahrzeughalle der Feuerwehr genutzt werden.

Schützenmeister: „Ich will mir da kein Urteil erlauben“

Über die Hintergründe des Streits will sich Roland Vog, Schützenmeister der Schützengesellschaft „Hubertus Eglharting“, nicht äußern. „Ich will mir da kein Urteil erlauben“, sagt er gegenüber der EZ. Er erklärte jedoch, die Schützen seien frühzeitig über einen möglichen neuen Standort informiert worden. Man habe den offiziellen Beschluss des Gemeinderates abwarten müssen. Aktuell sei man jedoch im Zeitplan. Der Lagerplatz für den Baum am Schützenheim (Kirchseeoner Weg) sei schon vorbereitet. Der Baum sei auch schon geschlagen. Er werden in der Woche vor der Karwoche aus dem Wald geholt. Dann werde man für den Stamm noch einen Wetterschutz bauen.

Günter Eis von der Feuerwehr Eglharting, die direkt mit eingebunden ist, sieht keine Problem durch den Standortwechsel. Der neue Platz hätte seine Vorteile, sei ein zentraler Punkt zwischen Kirche, Schule und Feuerwehr. Auch Spazierwege führten dort vorbei.

Brauchtum in Unterricht einbinden

Schulrektor Franz Kraxenberger, zuständig für die Bildungseinrichtungen in Kirchseeon und Eglharting, freut sich auf den „neuen Nachbarn“. „Ich unterstütze das total.“ Man könne das Brauchtum gut in den Unterricht einbauen.

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