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An dieser Stelle in Kirchseeon wollte der Mann seine Ex-Frau überfahren.

45-Jähriger steht vor Gericht

Ex-Frau in Kirchseeon mit Auto und Hammer attackiert

Plötzlich spürt er nur noch Hass: Vor dem Landgericht München II schildert ein Angeklagter, warum er mit einem Auto auf seine Ex-Frau zusteuert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor.

Kirchseeon - Aus Eifersucht soll er seine Ex-Frau mit einem Auto angefahren und mit einem Vorschlaghammer auf sie eingeschlagen haben: Seit Freitag muss sich ein 45-Jähriger vor dem Landgericht München II wegen versuchten Mordes verantworten. Der Mann gab zum Prozessauftakt zu, vor der Wohnung der Frau in Kirchseeon auf die 40-Jährige gewartet und sie dann von hinten mit dem Auto angefahren zu haben.

Er sei wütend gewesen, weil ihm die Ex-Frau den Kontakt zum gemeinsamen Sohn rund zwei Jahre nach der Scheidung verweigert habe. Der Verdacht, sie hätte eine Affäre mit einem anderen Mann, habe ihm den Rest gegeben. Eigentlich habe er an jenem Morgen mit ihr reden wollen, dann aber einfach nur noch Hass gespürt, übersetzte eine Dolmetscherin die Worte des rumänischen Angeklagten. „Jemand hat in meinem Kopf gesagt: Schlag sie!“ Er beschleunigte den Wagen den Ermittlungen zufolge auf mehr als 30 Stundenkilometer.

Der Vorsitzende Richter zitierte Sprachnachrichten, in denen der Angeklagte bereits vor der mutmaßlichen Tat Rachegelüste äußerte. „Ich werde dich bestrafen“, drohte der 45-Jährige demnach, „ich bringe dich um“. Die Strafe dafür werde er dann absitzen und das Kind zu sich holen, kündigte er seiner Ex-Frau an.

Als er im Juni 2017 mit dem Wagen ein zweites Mal direkt auf sie zugesteuert war, konnte die 40-Jährige den Ermittlungen zufolge einem direkten Zusammenstoß knapp ausweichen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, danach mit einem Hammer auf sie losgegangen zu sein. Das Opfer habe sich schließlich losreißen und wegrennen können. Der Prozess soll am Dienstag, 15. Mai,  fortgesetzt werden.

dpa

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