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Ehemaliges Bahnschwellenwerk Kirchseeon: Flaniermeile für 2800 Zuzügler

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Von: Robert Langer

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So könnte der neue, zentrale Platz auf dem früheren Bahnschwellenwerksgelände in Kirchseeon aussehen, mit dem historischen Turm als markanter Punkt.
So könnte der neue, zentrale Platz auf dem früheren Bahnschwellenwerksgelände in Kirchseeon aussehen, mit dem historischen Turm als markanter Punkt. © ece-Group

ECE präsentiert Pläne für das Gelände des ehemaligen Bahnschwellenwerks Kirchseeon. Die Bevölkerung soll in die Pläne eingebunden werden und mitreden können.

Kirchseeon – Eigentlich ist es ein neuer großer Ortsteil, die Planer sprechen von 2800 zusätzlichen Einwohnern. Das neue Quartier in Kirchseeon auf einer Fläche von 16,5 Hektar soll jedoch kein „Satellit“ werden, sondern angebunden an der Ort. Denn eigentlich ist das Areal historisch die Wurzel des Marktes. Bei einem Pressegespräch gemeinsam mit Stefan Zeiselmaier und Valentin Hadelich von Seiten des Investors (ECE Group Hamburg) sowie Bürgermeister Jan Paeplow und Marktbaumeister Robert König stellten die Investoren am Mittwoch die Pläne vor.

Historischer Turm als Markenzeichen

Nach derzeitigem Stand der Überlegungen der Investoren soll es im Zentrum eine Art Flaniermeile geben, mit dem historischen und noch bestehenden Turm des früheren und seit Jahren nicht genutzten Bahnschwellenwerksgeländes als markantem Punkt. Darum herum höhere Häuser, städtisch. Weiter entfernt soll die Bebauung niedriger werden, bis hin zu Reihenhäusern am Rand zum Wald.

Bahnschwellenwerk Kirchseeon: Pressetermin am gesperrten Gelände: Stefan Zeiselmaier (l.) und Valentin Hadelich als Vertreter des Investors.  juni 2022
Bahnschwellenwerk Kirchseeon: Pressetermin am gesperrten Gelände: Stefan Zeiselmaier (l.) und Valentin Hadelich als Vertreter des Investors. © Foto: lan

Neue Anbindung an Bahnhof für Radler und Fußgänger

Eine direkte, neue Anbindung zum Bahnhof auf der anderen Seite der Gleise nach Norden soll es auch geben, aber nicht für Autos, sondern nur für Fußgänger und Fahrradfahrer. Dazu einen Landschaftssee mit einem Café, einer neuen Schule, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, unterschiedlichen Wohnungen, ein Mobilitätskonzept, Gewerbe, Leben. „Es soll keine Schlafstadt werden“, so die Planer. Nicht vorgesehen sei, ein „monofunktionelles, langweiliges Wohnbauprojekt hinzusetzen“.

Grundsatzbeschluss des Gemeinderates

Nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates Kirchseeon zu einer Entwicklung des ehemaligen Bahnschellenwerksgeländes am Montag (wir berichteten) stellten nun die Investoren von der ECE Hamburg ihre Vorstellungen vor. Klar wurde dabei auch: Die Pläne sind in einem sehr frühen Stadium und viele Fragen sind noch offen. Was letztendlich umgesetzt wird, wird sich zeigen.

Altlasten im Blick

Den Planern ist klar, dass es sich wegen der Altlasten der Bahn um ein sensibles Gelände handelt. Nach der Nutzung des Bahnschwellenwerks ist das Areal teilweise hochgradig belastet. Auf Nachfrage hieß es, die ECE hätte beispielsweise mit einem Projekte in Hamburg-Altona entsprechende Erfahrungen. Da sei es auch um ein Areal mit Bahngelände und Belastungen gegangen. Es gibt auch Überlegungen zum Lärmschutz für das neue Quartier an der Bahn. Dieser soll schallschluckend sein, um die Anlieger zu schonen.

Jenseits der Bahnlinie soll das neue Viertel entstehen (unten), mit einer neuen Verbindung zum Bahnhof auf der andern Seite der Gleise. In die Mitte könnte die Bebauung höher sein, am Rand geringer.
Jenseits der Bahnlinie soll das neue Viertel entstehen (unten), mit einer neuen Verbindung zum Bahnhof auf der andern Seite der Gleise. In die Mitte könnte die Bebauung höher sein, am Rand geringer. © ECE-Group

Hamburger Unternehmen in der Region präsent

Das Unternehmen ist bereits intensiv in der Region vertreten (offizielle Firmenadresse von Zeiselmaier: Olympia Einkaufszentrum München). Die für das Projekt zuständige Unterorganisation des Unternehmens will ihren Firmensitz nach Kirchseeon verlegen. Derzeit würden Räume gesucht. „Wir haben noch nichts gefunden“, so Zeiselmaier. Wohl auch ein Hinweis dafür, dass entsprechende Angebote fehlten, hieß es beim Pressegespräch. Dabei stellte Marktbaumeister Robert König dem Investor übrigens ein gutes Zeugnis aus: „Ich habe schon einige Jahre Erfahrungen mit Investoren.“ Hier handele es sich um ein professionelles Unternehmen mit wirtschaftlicher Potenz.

Infoveranstaltung für die Bevölkerung

Dieses betonte übrigens beim Termin die Wichtigkeit, die Bevölkerung frühzeitig einzubinden. Bürgermeister Jan Paeplow kündigte eine zeitnahe Informationsveranstaltung in der ATSV-Halle an.

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