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Hier könnte eine neue Siedlung entstehen: Das ehemalige Bundeswehrgelände in Kirchseeon.

Gelände an der Waldbahn in Kirchseeon

Ankauf von Filetstück zum Jahreswechsel

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Kirchseeon- Es ist ein Filetstück in der Marktgemeinde, das ehemalige Bundeswehrgelände an der Waldbahn. Dort könnte eine neue Siedlung entstehen.

Die Verhandlungen zum ehemaligen Bundeswehrgelände in Kirchseeon Ecke Waldbahn/Parkstraße laufen. Bürgermeister Udo Ockel kündigte in der Bürgerversammlung an, falls sich die maßgeblichen Bedingungen nicht grundsätzlich geändert hätten, werde die Gemeinde die Fläche ankaufen, möglicherweise schon um die Jahreswende oder kurz danach.

Zwischenzeitlich hatte es Spekulationen gegeben, auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen Areal könnten Hallen für Flüchtlinge entstehen. Das Landratsamt Ebersberg bestätigte im April entsprechende Überlegungen. Die Gemeinde hatte die Verhandlungen daraufhin gestoppt. Doch diese Überlegungen sind offenbar vom Tisch. „Das hat sich alles zerschlagen“, so Ockel. Der Markt Kirchseeon hatte bereits durch den Erlass einer entsprechenden Vorkaufsrechtssatzung im Juni 2010 signalisiert, dass das Grundstück für die Gemeinde von Interesse sei.

Hintergrund: Ehemals standen vier flache Hallen auf dem Gelände, errichtet in den 1930er Jahren und genutzt von der Reichswehr als Lager. Nach dem Krieg pachtete Fiat das Areal. Der Autohersteller, der auch das ehemalige Bahnschwellenwerksgelände nutzte, lagerte in den Hallen Ersatzteile. Ab den 1970er Jahren war die Bundeswehr in den Hallen, bis 1996. Im Sommer 2013 wurden die Hallen schließlich abgerissen. 20 der rund 40 Bäume wurden gefällt.

Im Gespräch war für das Areal eine moderne, bis zu dreigeschossige Wohnbebauung mit Flachdächern. Klar ist: Das Gelände nahe des Ebersberger Forstes und nur rund 800 Meter vom Marktplatz entfernt, ist ein Filetstück.

Ein größeres Bauvorhaben wird in Eglharting an der Bucher Straße umgesetzt, wo noch rund 30 Wohnungen im Geschosswohnungsbau entstehen. Planungen laufen auch zu einem Gelände an der B 304. Dort ist seit vielen Jahren eine unfertige Baustelle. Nur eine Tiefgarage wurde errichtet. Möglich ist dort eigentlich nur Gewerbe. Nach wie vor gebe es Gespräche über die Ermöglichung von Wohnbebauung, wenn teilweise auch Wohnungen mit Sozialbindung hergestellt würden, so Ockel.

Grundsätzlich ist die Zahl der Bauvorhaben in der Gemeinde Kirchseeon im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Hatte es vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015 noch 103 Bauanträge gegeben, so waren es vom 1. November 2015 bis 31. Oktober 2016 nur noch 65. Diese Abnahme ist laut Ockel insbesondere darauf zurückzuführen, dass das neue Baugebiet an der Bucher Straße in Eglharting weitgehend bebaut ist. Neue Baulandausweisungen gab es nicht. Auch in Bezug auf das ehemalige Bahnschwellenwerksgelände gab es diesbezüglich keine neue Entwicklung.

So beschränkt sich die Bautätigkeit auf die Füllung von Baulücken und Ersatzbauten nach Abriss von Gebäuden. Vor allem entlang der Bundesstraße werden derzeit Projekte umgesetzt, die das Erscheinungsbild des Ortes verändern.

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