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In den Sommerferien wird die Schule in Kirchseeon aufgestockt. 

Schulausbau Kirchseeon

Planer beruhigt Gemeinderat

Kirchseeon – Die Gesamtkosten für Ausbau und Sanierung der Grund- und Mittelschule Kirchseeon klettern auf rund 6,9 Millionen Euro. Die Steigerung ist jedoch geringer, als noch im Mai berechnet.

„Shocking“ nennt Bürgermeister Udo Ockel (CSU) das, was passiert war. Jetzt kann er wieder beruhigt sein: Die Erweiterung und Sanierung der Kirchseeoner Grund- und Mittelschule kommt „nur“ 114 000 Euro teurer, als geplant, also auf 6,863 Millionen Euro. Im Mai war noch von 300 000 Euro Zusatzkosten die Rede gewesen. Weil damals Ockel und seine Gemeinderäte wegen der Hiobsbotschaft wenig begeistert waren, hieß es am Montagabend für Maximilian Venus vom beauftragten Münchner Büro Balda Architekten Nachsitzen. Zu sehr waren nämlich die aktuell zu veranschlagenden Baumeisterkosten für die Aufstockung des Schulgebäudes um eine Etage samt ausgreifenden Sanierungsmaßnahmen aus dem Ruder gelaufen. Letzte Gelegenheit, bei dem Vorhaben noch die Reißleine zu ziehen, wie Venus in die Debatte geworfen hatte. Diese Option wurde vom Bürgermeister aber schnell verworfen. 

Mit einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber der Kostenberechnung vom September vergangenen Jahres hatte nämlich das Architektenbüro kalkulieren müssen. Vor allem, weil vom Bauunternehmen für den Abriss des Daches Mehrkosten prognostiziert worden waren.

Jetzt konnte Venus Entwarnung geben. Um nur 160 000 Euro liege das zu vergebene Gewerk der Baumeisterarbeiten über der Kostenberechnung. Das seien plus 13 Prozent, was „durchaus mal drin“ sei. Dafür kämen andere Gewerke auch mal „um 20 Prozent günstiger“. Insgesamt liegen gegenwärtig die Gesamtkosten mit rund 6,9 Millionen Euro laut Venus um 114 000 Euro oder 1,7 Prozent über der Kostenberechnung. Das ist laut Architekt „tolerabel“, komme fast einer Punktlandung gleich. „Zumal es ja in großen Teilen auch um eine Sanierung mit ihren vielen Unwägbarkeiten geht“, so Venus. Er führte für die vor wenigen Wochen noch sehr besorgten Gemeinderäten zur Beruhigung weiter aus, dass im Allgemeinen die Kostensteigerung beim Bau ja jährlich rund zwei Prozent betrage.

Bürgermeister Ockel signalisierte Einverständnis: „Schöner wär‘s natürlich, wenn wir zehn Prozent unter der Kostenberechnung lägen“, sagte er. Von den Gemeinderäten kamen keine Reaktionen der Erleichterung, gleichwohl aber einstimmig gefasste Beschlüsse. Einmal zu den Ausführungen des Architekten selbst, aber auch zu den Baumeisterarbeiten, die an eine Firma aus Roding mit einem Volumen von 1,044 Millionen Euro vergeben wurden. Zum anderen zu den Zimmerer- und Holzbauarbeiten. Die macht jetzt ein Unternehmen aus Bad Feilnbach für 842 000 Euro und damit um rund 15 000 Euro günstiger, als in der Kostenberechnung veranschlagt.

Vier Wochen vor den Sommerferien sollen die eigentlichen Arbeiten an dem Schulgebäude beginnen. In den Ferien wird das bestehende Dach entfernt und ein neues Geschoss aus Holz aufgesetzt. Es wird vorgefertigt geliefert und vor Ort zusammengesetzt. Zusätzlich wird im Erdgeschoss eine Mensa entstehen, in der 90 Kinder Platz beim Essen finden. Die Rohbauarbeiten sollen dann beim laufenden Betrieb schon im Oktober beendet sein.  er

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