Blick auf die Kirchseeoner Schule, die umgebaut und erweitert wird. Foto: Stefan Rossmann

100 Mal guter Durchblick

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Kirchseeon - Die Gemeinde Kirchseeon braucht für den Um- und Neubau der Grund- und Mittelschule 200 Quadratmeter Fensterfläche. Ein große Investition.

Die Gemeinde Kirchseeon will gut „durchblicken“: Im Zusammenhang mit dem Umbau der Grund- und Mittelschule in der Münchner Straße sollen fast 100 neue Fenster eingebaut werden. Sie sind alleine für das neue Stockwerk notwendig, um das die Kommune ihr Schulgebäude höher machen will. Die Ausschreibung für diese Maßnahme läuft noch bis zum 15. Juli. Angebote müssen in deutscher Sprache verfasst werden. Das ist Bedingung und „nicht diskriminierend“, wie Geschäftsleiter der Gemeinde, Stefan Neu auf Anfrage bestätigt.

Insgesamt geht es um eine Fensterfläche von über 200 Quadratmetern. Zum Einbau verwendet werden sollen Verbund-Fenster aus Aluminium, die bestimmte Schallschutz-Forderungen erfüllen müssen. Die Flügel sollen eine Dreh- und Kippfunktion haben. Zwischen äußerem und inneren Flügel ist außerdem eine Verbundfensterjalousie Bedingung, damit sich die Schulräume bei direkter Sonneneinstrahlung nicht stark erhitzen können.

Da solche Vorrichtungen dazu neigen, sich irgendwann einmal zu verhaken oder ganz den Geist aufzugeben, ist von der Gemeinde in der Ausschreibung eine Revisionsmöglichkeit gefordert worden. Außerdem wichtig: Eine Absturzsicherung - und durchbruchssicher soll das Glas auch sein.

Insgesamt wird der Um- und Neubau der Grund- und Mittelschule etwa 6,8 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde ist vorsichtig optimistisch, dass der geschätzte Kostenrahmen auch eingehalten werden kann. „Etwa 60 Prozent der Aufträge sind bereits vergeben“, sagt Neu. Was am Ende dabei herauskomme, müsse man abwarten, so Neu sinngemäß. Einige Gewerke kamen etwas billiger als angesetzt, dafür gab es an anderer Stelle schon Kostenmehrungen.

Was den Zeitplan betrifft, darf er als ambitioniert angesehen werden und er wird auch Kompromisse im Schulbetrieb erfordern. Die Arbeiten mussten so terminiert werden, dass sie schon vor den Sommerferien beginnen. Nach dem letzten Schultag geht’s dann ans Eingemachte. Das Dach wird abgetragen und in Holzbauweise wird ein neues Geschoss aufgesetzt.

Die Kinder werden den Umbau noch aus einem anderen Grund zu schätzen wissen. Im Erdgeschoss ist für sie eine Mensa vorgesehen.

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