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Schmuckstück mit Sichtbeton direkt am Spielfeldrand.

Logenplatz für Fans

Sportheim mit Ausblick

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Kirchseeon – Hebfeier für neues Sportheim am ATSV-Gelände in Kirchseeon.  Ab Oktober soll es genutzt werden können. Der Untergrund am Rande des Mooses erwies sich als problematisch.

„Von dort sieht man das Abseits auf der anderen Seite“, witzelte Bürgermeister Udo Ockel, als er zum nach außen hin offenen Gang im ersten Stock rund um das neue Sportheim am ATSV-Gelände hochschaute. Wie von einer Tribüne geht der Blick von der höheren Position über den ganzen Fußballplatz. Auch die Terrasse vor dem Erdgeschoss ist noch gegenüber dem umliegenden Gelände leicht erhöht, „mit gutem Blick auf das Spielfeld“, wie Planer Matthias Garbe erklärte. Zwischen der Terrasse und dem Spielfeld werde noch ein Ballfangzaun gespannt, damit Gläser nicht mit dem Ball umgeschossen würden. 

Planer, Arbeiter, Mitglieder der Rathausverwaltung, Gemeinderäte und Vertreter des ATSV waren am Dienstag bei der Hebfeier für das neue Sportheim dabei. Im Oktober kann es wohl von den künftigen Nutzern bezogen werden. Umkleiden und Duschen für die Sportler sind im ersten Stock. An den beiden Stirnseiten gibt es jeweils eine Treppe, damit beispielsweise Heim- und Gastmannschaft getrennt nach oben gehen können und sich erst auf dem Spielfeld treffen. 

Ein Teil des Gebäudes wird für die Pellets-Heizung samt Vorratsraum genutzt. „Ein kleines Stück Sportheim, ein großes Stück Heizung“, so Planer Garbe. Von dort wird nicht nur das neue Heim, sondern auch die angrenzende ATSV-Halle mit Wärme versorgt. Dazu kommt eine Gaskesselanlage, mit der insbesondere die Spitzenzeiten des Warmwasserbedarfs für die Duschen im neuen Schmuckstück abgedeckt werden können.

Erste Pläne hatte Ockel in der Bürgerversammlung im November 2014 vorgestellt. Kurz danach beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema.

Hintergrund: Der ATSV hatte die gesamte Anlage vor rund 15 Jahre an die Gemeinde übergeben. Bedingung: Der Verein hat ein kostenloses Nutzungsrecht und die Kommune hält alles in Schuss. Deshalb ist sie nun auch für den Bau zuständig. Die bisherigen Räume waren marode. Vor allem in den Keller, in dem sich die Duschen befinden, trat bei Starkregen-Ereignissen Wasser ein. Die hygienische Situation sei „äußerst grenzwertig“, wie Ockel am Dienstag erklärte. Letztendlich entschied sich der Gemeinderat für einen Neubau. Als problematisch erwies sich unter anderem der Untergrund, der sich am Rande des Kirchseeoner Mooses als nicht gerade stabil zeigte. Frühere Überlegungen gingen von einer günstigeren Variante aus. Inzwischen wird mit einer Bausumme von 1,25 Millionen Euro gerechnet.

Das alte, marode Gebäude soll irgendwann abgerissen werden. Was dann weiter auf dem Gelände neben der ATSV-Halle passiert, ist noch nicht klar.

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