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Aktive Burschen: Die Kirchseeoner Goaßlschnalzer vor der Kirche in Kirchseeon-Dorf. 

Lautstarkes Brauchtum

In Kirchseeon wird Tradition hoch gehalten - mit Goaßlschnalzer-Gruppe

In Kirchseeon wird die Tradition hoch gehalten.   Der Trachtenverein „Seetaler“ hat jetzt eine eigene Goaßlschnalzer-Gruppe. Erster öffentlicher Auftritt ist beim Maibaumaufstellen in Kirchseeon-Dorf.

Kirchseeon – „Wir machen das wegen der Tradition“, erklärt Andi Scharnagl. „Und weil es eine Gaudi ist“, ergänzt Benedikt Lechermann. Gemeinsam mit Max Trinkl hatten sie die Idee, eine Goaßlschnalzer-Gruppe aufzubauen. Und damit das kein „wilder Haufen“ ist, haben sie sich den Kirchseeoner Trachtlern angeschlossen.

Josef Götz, erster Vorsitzender der „Seetaler“, ist stolz auf die jungen Burschen. „Da wird die Tradition hoch gehalten.“ So etwas sei im südlichen Landkreis Ebersberg noch etwas einfacher. In den Gemeinden entlang der S-Bahnstränge gestalte sich die Traditionspflege aber schon schwieriger.

In Kirchseeon scheint es jedoch gut zu funktionieren. Denn auch ein derzeit laufender Volkstanzkurs in der ATSV-Halle stößt auf großen Zuspruch. Die Teilnehmer dazu kommen nicht nur aus der Marktgemeinde, sondern auch von weiter entfernteren Orten, unter anderem aus Rosenheim. Auch die Mitglieder der Schnalzergruppe kommen teilweise aus Orten der Umgebung. Für den richtigen Takt sorgt der Musikwart der „Seetaler“, Robert Scharnagl.

Für die Kirchseeoner Trachtler sei es eine „Riesenehre“ jetzt eine eigene Schnalzergruppe zu haben, freut sich Götz. Seit Oktober trifft sich die Gruppe regelmäßig zum Üben. Es ist gar nicht so einfach, mit der Peitsche zu knallen. Den Winter über konnten die Burschen die Sporthalle des Berufsbildungswerks St. Zeno zum „Training“ nutzen. „Da sind wir sehr dankbar“, erklärt Götz. „Die ATSV-Halle ist nämlich ständig belegt, kein Wunder bei 52 Vereinen im Ort.“ Ihren ersten öffentlichen Auftritt werden die Kirchseeoner Goaßlschnalzer beim Maibaumaufstellen in Kirchseeon-Dorf haben.

Ein eigenes Logo haben die Burschen bereits. Dazu brauchten sie eine Genehmigung des Gemeinderats, weil das Gemeindewappen für das Logo genutzt wird. Die jungen Burschen haben nur den weißen Nonnenfalter zwischen den beiden Tannenbäumen an den Seiten etwas nach oben gerückt. Dadurch haben zwei stilisierte, überkreuzte Peitschen in der Mitte genügend Platz. Sie symbolisieren das Brauchtum der Burschen, jetzt als eigenständige Gruppierung innerhalb des Trachtenvereins.  lan/er

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