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Beste Laune zum 90. Geburtstag: Die Jubilarin Josefa Niebler mit ihren Kindern von links Adele Feil, Georg und Anton Niebler. Hinten links: Bürgermeister Piet Mayr. 

Josefa Niebler ist 90 Jahre alt und noch ganz fit

Ein Pöringer Urgestein feiert

In Pöring feierte Josefa Niebler ihren 90. Geburtstag. Sie ist ein Pöringer Urgestein, denn sie wurde im Ort geboren und hat ihr ganzes Leben hier verbracht. Und sie arbeitet noch.

Pöring – In Pöring feierte Josefa Niebler ihren 90. Geburtstag. Sie ist sozusagen ein Pöringer Urgestein, denn sie wurde im Ort geboren und hat ihr ganzes Leben hier verbracht. 

Josefas Vater Georg Huber hatte einen Fahrzeughandel, außerdem war er von Juni 1945 bis April 1952 Bürgermeister von Pöring, das damals noch eine eigenständige Gemeinde war. Auch Josefa arbeitete ab 1945 in der Gemeindekanzlei, die in der Eglhartinger Straße untergebracht war.

„Das waren turbulente Zeiten damals“, erinnert sie sich an die Nachkriegsjahre. Flüchtlinge und Heimatvertriebene strömten nach Pöring, dessen Einwohnerzahl sich dadurch fast verdoppelte. Josefa konnte ein wenig Englisch, deshalb war es ihre Aufgabe, mit den amerikanischen Besatzungsmächten zu verhandeln.

Auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit kam sie an der Bäckerei vorbei, in der Anton Niebler arbeitete. Nachdem sie sich zuvor schon öfter unterhalten hatten, besuchten sie im November 1947 gemeinsam den Kathreinball und verliebten sich. 1949 wurde geheiratet und Anton schulte um auf Mechaniker, denn Josefas Vater suchte jemand Tüchtigen fürs Geschäft und einen Bäcker konnte er nicht gebrauchen.

Anton absolvierte die Ausbildung, machte seinen Meister und führte das Geschäft erfolgreich weiter. Drei Kinder bekam das Paar, Tochter Adele und die Söhne Anton und Georg. Adele erinnert sich: „Mit meinen Eltern die Faschingsbälle zu besuchen, was das Höchste!“ Gefeiert wurde meist im Mairsamer-Saal, der Heimweg bis zur Anzinger Straße war zum Glück nicht weit. Außerdem war Anton Mitglied beim Zornedinger Männergesangsverein und Josefa schwärmt: „Er durfte oft die Solos singen, zum Beispiel am Ostermontag in der Pöringer Kirche, da sind dann auch die Zornedinger nach Pöring in den Gottesdienst gekommen.“

Noch heute ist Josefa jeden Tag im Fiat-Autohaus zu finden, das mittlerweile ihr Sohn Anton weiterführt. Dort kümmert sie sich um die Kunden und kocht mittags für die Familie. Ihre 90 Jahre sieht man ihr nicht an und als das Gespräch auf Krankheiten und die jüngste Grippewelle kommt, schüttelt sie nur den Kopf: „Dass d’Leit nix mehr aushalten!“ Als Bürgermeister Piet Mayr sie fragt: „Gut schaun’S aus, fühlen Sie sich auch so gut?“, lächelt sie spitzbübisch und meint: „Fast.“ Ein paar Wehwehchen habe sie schon, aber da dürfe man halt nicht dran denken: „Dann geht’s mir besser.“ Die guten Gene liegen wohl in der Familie, denn schon Josefas Mutter wurde 98. Der runde Geburtstag jedenfalls wurde beim Gasthof Hamberger in Eglharting mit der ganzen Familie, zu der auch sieben Enkel und acht Urenkel gehören, gebührend gefeiert.

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