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Vielleicht kommt die Gemeinde Kirchseeon über einen Umweg zu einer eigenen Kinderärztin. Die Chance gäbe es.

Eine Praxis für die ganze Familie

Kirchseeon könnte Kinderarzt bekommen - auf einem „Umweg“

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Gibt es bald doch einen zusätzlichen Kinderarzt für den Landkreis Ebersberg und speziell für den Markt Kirchseeon? Zumindest besteht jetzt eine Chance.

Landkreis/Kirchseeon – Auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung erklärte die Pressesprecherin der Kassenärtzlichen Vereinigung in Bayern, Birgit Grain, auf Bundesebene werde derzeit der Bedarfsplan überarbeitet. Festgestellt worden sei, dass die Bedarfe für die Haus- und Kinderärzte nicht richtig berechnet seien. Vor allem bei den Kinderärzten seien die inzwischen notwendigen, zusätzlichen Leistungen bisher nicht berücksichtigt. Das soll aber alles eingerechnet werden. „Es geht um die Frage: Wie viel Arzt braucht das Kind.“ Konkrete Aussagen bis auf die Basis der Landkreise könnte es Anfang nächsten Jahres geben. Ärzte, die sich bewerben wollen, sollten in Kontakt mit der KVB bleiben, so der Rat von Grain.

Bedarf im Landkreis Ebersberg ist gedeckt

Klar ist aber auch: Nach aktuellem Stand sei eine Genehmigung einer zusätzlichen Kinderarztpraxis im Landkreis Ebersberg nicht möglich, wie sie kürzlich für Kirchseeon gefordert worden war. Denn der Bedarf für den Landkreis sei mit 116,2 Prozent deutlich gedeckt. Bei einem Satz von über 110 Prozent sei eine zusätzliche kassenärztliche Zulassung ausgeschlossen. Ausnahmen gebe es jedoch. Bei Privatärzten gebe es keine Grenzen. Möglich sei auch, mit Ärzten in bestehenden Praxen zu sprechen. Vielleicht bestehe die Möglichkeit einer Übernahme.

Es gäbe einen Nachfolger

Der Arzt Wilfried Seidelmann will in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen.

Für Kirchseeon eröffnet sich ein weiterer Aspekt. Der Arzt Wilfried Seidelmann will in absehbarer Zeit in Ruhestand gehen seine bestehende Praxis an der Wasserburger Straße aufgeben.

Die gute Nachricht: Einen möglichen Nachfolger gibt es bereits. Thomas Sperl (43). Er habe zehn Jahre seiner Ausbildung in Hamburg genossen, stamme aber aus der Oberpfalz und habe Heimweh nach Bayern, so Seidelmann. Bei einer Übernahme gehe es auch darum, dass es für beide Seiten passe, dass der Neue zum Ort passe, seine Ethik passe. „Das ist alles in Ordnung, glaube ich“, so Seidelmann.

Familienmedizinisches Zentrum

Sperl arbeitet bereits in der Praxis in Kirchseeon als Assistent mit. Besonders interessant ist für Seidelmann, dass die Ehefrau des Neuen mitkommt. Die ist nämlich Kinderärztin. Das Ehepaar will laut Sperl in Kirchseeon eine Art „familienmedizinisches Zentrum“ aufbauen. Die entsprechenden Anträge zur Übernahme und auch zum Thema Kinderarzt seien gestellt worden. Eine Entscheidung könnte im Spätherbst fallen.

Geltende Regeln sind ein „Wirrwarr“

Der Arzt Thomas Sperl hat Interesse daran, Seidelmanns Nachfolger zu werden.

Seidelmann, der auch Kreisrat der Freien Wähler ist, wird am kommenden Donnerstag, 11. Juli, im Gasthaus „Richie“ in Eglharting in einer Informationsveranstaltung zum Thema „Fachärzte in Kirchseeon“ sprechen. Veranstalter ist die örtliche Unabhängige Wähler- Gemeinschaft. Seidelmann will über den „Wirrwarr“ der geltenden Regelungen berichten und Fragen beantworten. Bei dieser Gelegenheit will er auch die möglichen neuen Ärzte vorstellen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Lesen Sie dazu auch: Das kaputte Kind 

Ebenfalls interessant: Patientenstopp beim Kinderarzt

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