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Planungen laufen: Für das ehemalige Bundeswehrareal in Kirchseeon werden die Überlegungen konkreter. 

Grundsätzliche Zustimmung des Gemeinderats für Pläne der Arbeiterwohlfahrt

Auf Kirchseeoner Bundeswehrgelände sollen Senioren einziehen

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Lange lag das Gelände brach, nachdem die Bundeswehr in Kirchseeon ihre Zelte abgebrochen hatte. Jetzt könnten dort Senioren einziehen.

Kirchseeon – Grundsätzliche Zustimmung gab es jetzt im Gemeinderat Kirchseeon für Pläne der Arbeiterwohlfahrt, auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände zwischen Lindenstraße, Parkstraße und Waldbahn ein neues Seniorenzentrum zu errichten.

Konzeptstudie vorgestellt

In der Sitzung des Gremiums wurde eine Konzeptstudie zum Areal nördlich der B 304 vorgestellt. Das Gebäude könnte aus zwei einfachen, rechteckigen, langgestreckten Einheiten mit Satteldach bestehen, Ausrichtung Nor-Süd, verbunden durch einen Querriegel mit Flachdach.

Angedacht sind für die größeren Einheiten ein Erdgeschoss, zwei Obergeschosse sowie ein Dachgeschoss. Die Situierung wäre im Westen des Areals. Der Haupteingang soll an der Parkstraße liegen. Östlich der Anlage, also in Richtung Ebersberg, ist eine Erschließungsstraße mit Wendehammer vorgesehen. Über diese Verbindung könnte auch die Küche angeschlossen werden. Im Gespräch sind ebenfalls Wohnungen für Mitarbeiter, Räume für Schulungen, Verwaltung oder ein Café. Derzeit ist die Rede von etwa 120 künftigen Bewohnern. Das wäre deutlich mehr, als am bisherigen Standort am Dachsberg südlich des Gymnasiums. Dort ist eine Erweiterung nicht möglich. Aus dem dortigen Gelände am Waldrand könnte ein neues Wohngebiet werden. Vorteil dieser Lösung: Das bisherige Seniorenheim könnte bis zum Abschluss der Bauarbeiten des neuen Projekts weiter genutzt werden.

Auch Autohaus Wagner könnte zum Zug kommen

Am neuen Standort an der Waldbahn würde die Arbeiterwohlfahrt nur einen Teil des etwas 18 000 Quadratmeter großen Geländes nutzen. Angedacht ist die Hälfte. Die andere Hälfte könnte ebenfalls wieder zu einem Teil das angrenzende Autohaus Wagner nutzen, das nach Erweiterungsflächen sucht. Die Pläne für einen Alternativstandort für das Unternehmen am Spannleitenberg am östlichen Ortsrand von Kirchseeon hatte zu heftigen Diskussionen geführt. Denn an diesem Standort hätten Freizeiteinrichtungen wie ein Bolzplatz und ein Fahrrad-Dirtpark für das Gewerbe weichen müssen (wir berichteten). Der Rest des Grundstücks auf dem Bundeswehrgelände, das die Kommune gekauft hat, bliebe im Eigentum der Gemeinde als Entwicklungsfläche. Was dort entstehen könnte, ist noch nicht klar. Es gibt aber Überlegungen – von einem neuen Kindergarten, einem Park oder Wohnbebauung bis hin zu einem Feuerwehrhaus.

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