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Idyllische Häuschen und beginnende Veränderung. Ein Foto aus dem Jahr 2013. 

Kirchseeoner Verantwortlichen sind die Hände gebunden

Idyllische Siedlerstraße verändert ihr Gesicht

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Dass die Kirchseeoner Siedlerstraße mit ihren Häusern aus den 1930er Jahren aus ortsgeschichtlicher Sicht von Bedeutung ist, darin sind sich viele Betrachter einig.

Kirchseeon –  Immer wieder gibt es  Bauwerber, die die großen Grundstücke intensiver nutzen wollen. Im konkreten Fall geht es in einer Variante um ein Doppelhaus und ein Einfamilienhaus. Damit beschäftigte sich jetzt der Marktgemeinderat.

Um das Ensemble und das weitgehend noch einheitliche Erscheinungsbild zu schützen, hat die Gemeinde kaum Möglichkeiten. Denkmalschutz wäre der einfachste Weg gewesen, größere Veränderungen zu verhindern. Das Denkmalamt sah das Ensemble jedoch nicht als schutzwürdig.

Eigentümer klagt und bekommt Recht

Im Jahr 2011 versuchte es die Kommune mit einer „Gestaltungssatzung“. Dort war festgelegt, was verändert werden durfte und was nicht. Das war aber schnell Makulatur. Die Vorgaben gingen nämlich einem Hausbesitzer zu weit. Er hatte einen Antrag für Umbauten an seinem Haus gestellt, der Gemeinderat widersprach einigen Punkten. Der Eigentümer klagte vor Gericht und gewann. Das war im Frühjahr 2013. Anschließend wurde an einer neue Satzung gearbeitet, die den Gemeinderäten aber nicht weit genug ging.

Jetzt also ein neuer konkreter Fall. Es geht um eine Vorbescheid. Vorgelegt wurden dem Marktgemeinderat zwei Varianten: Abbruch des bestehenden Hauses, Errichtung eines Doppelhauses auf dem Areal sowie eines Einfamilienhauses im rückwärtigen Bereich des Grundstücks, also Richtung Wald. Zweite Variante: Das alte Haus bleibt stehen, auf dem rückwärtigem Grundstück wird statt eines Einfamilienhauses ein Doppelhaus gebaut.

Beide Varianten sind möglich

Laut Bauamt sind beide Varianten möglich. Bei der zweiten Variante sieht das Rathaus jedoch das Problem der Zufahrten, die links und rechts des alten Hauses vorbeiführen würden. Also eine erhebliche Bodenverdichtung. Zudem wurde angemerkt, eine intensivere Bebauung im rückwärtigen Bereich könnte bei anderen Anliegern ebenfalls derartige Wünsche wecken. Also schlug die Verwaltung die erste Variante vor.

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Im Gemeinderat stimmten die Mitglieder grundsätzlich einer Bebauung zu. Bei den Varianten gab es jedoch in separater Abstimmung eine Mehrheit für den zweiten Vorschlag. Den Räten war aber auch klar, dass sich der Bauwerber an diesem Beschluss nicht halten muss. „Wir haben im Prinzip keine Handhabe“, so Marktbaumeister Robert G. König.

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