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Tagesetappen zwischen 40 und 65 Kilometern legte Bernhard Buckl in seinem Kajak auf der Donau zurück.

Kirchseeoner Bernhard Buckl legt 2500 Kilometer in seinem Kajak zurück

Weil er immer davon träumte: 71-Jähriger paddelt ans Schwarze Meer

Bernhard Buckl, 71, aus Kirchseeon hat sich einen Jugendtraum erfüllt. Er ist in seinem Kajak bis ans Schwarze Meer gefahren – in zwei Etappen.

Kirchseeon – Bereits im Jahr 2015 paddelte Bernhard Buckl 1000 Kilometer auf der Donau von Ingolstadt nach Mohács (Grenzstation Ungarn/Serbien). Heuer absolvierte er die restliche Strecke von Mohács bis Sfantu Gheorghe – 1500 Kilometer.

Über sechs Wochen lang hieß es für den Kirchseeoner jeden Tag: Zelt auf- und abbauen, die Tagesetappen zwischen 40 und 65 Kilometern bewältigen und das schwer beladene Kajak zum Lagerplatz schleppen, wahrlich eine sportliche Herausforderung.

Längste Gepäckfahrt der Welt

Bernhard Buckl Kajakfahrer

Organisiert wird die längste Gepäckfahrt der Welt von der Tour International Danubien (TID), die seit 1956 ihre Zielsetzung wie folgt definiert: „Gegenseitiges Kennenlernen, Akzeptieren des Lebens sowie der Kultur anderer Staatsbürger ohne Rücksicht auf ihre politischen, weltanschaulichen, religiösen oder ethnischen Unterschiede. Es sollten Freundschaften geknüpft, die Solidarität zwischen Wassersportfreunden und Bürgern unterschiedlicher Länder gestärkt und damit Freundschaft und Frieden zwischen den Völkern insbesondere der Donauländer gefördert. werden.“ Die TID war die einzige sportliche Veranstaltung, an der jedes Jahr bis zur Wende 1989 die ost- und westdeutschen Kanuten gemeinsam bis nach Sfantu Gheorghe (Schwarzes Meer) paddelten.

Ein buntes Völkergemisch

Heute nehmen neben den zehn Anrainerstaaten unter anderem. Australier, Amerikaner, Niederländer, Schweizer und Norweger teil. Also ein buntes Völkergemisch, das sich bei der Bewältigung der Strecke hilft und unterstützt und damit echte Solidarität praktiziert.

Das heiße Wetter in diesem Sommer (bis zu 40 Grad), der häufig starke Gegenwind und heftige Gewitter forderten die Kanuten voll.

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Einfache Lebensweise

„Ich habe viele Eindrücke, insbesondere aus Serbien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien gesammelt, die mir für immer im Kopf haften bleiben“, so beschreibt Bernhard Buckl seine Eindrücke. „Da wir uns meist im Hinterland der besuchten Länder aufhielten, sahen wir die einfache Lebensweise, die noch schwach ausgebildete Infrastruktur, die zerstörten Gebäude aus dem Krieg zwischen Kroatien und Serbien und das Fehlen einer effektiven Müllabfuhr.“

Umweltschutzdefizite

Es mangele in diesen Ländern an der Sensibilität für Umweltschutz. Plastikmüll, Glas und anderes würden einfach weggeworfen und liegen gelassen. Es werde eine Mammutaufgabe Europas werden, die wirtschaftliche Verbesserung, verbunden mit Umweltschutz, in den nächsten Jahrzehnten in den Balkanstaaten zu erreichen, ist sich Buckl sicher.

Der Kirchseeoner meint: „Ich verspüre große Dankbarkeit, gesund zurückgekommen zu sein, in Kirchseeon leben zu dürfen und wieder den gewohnten Lebensstandard zu haben.“  ez

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