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Im Kirchseeoner Ortsteil Riedering soll ein Apartmenthaus entstehen. Es wird zunehmender Verkehr befürchtet.

Apartmenthaus in Kirchseeoner Ortsteil

Das kleine Riedering und der große Verkehr

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Der Umbruch ist deutlich sichtbar: Aus ehemaligen Weilern werden Ortsteile, die Landwirtschaft wandelt sich, aber oftmals erweisen sich dann zu schmale Straßen als Problem.

Kirchseeon/Riedering– So jetzt auch bei einem Projekt in Riedering südlich von Eglharting (Markt Kirchseeon). Aus dem Stall- und Tennenbereich eines landwirtschaftlichen Anwesens im Norden des Ortes sollen Apartments für Monteure und Feriengäste werden. Vorgesehen sind 14 Apartments mit 28 Betten. Für den Neubau soll ein Teil des Gebäudebestandes abgerissen werden.

Im Gemeinderat gab es kritische Stimmen. „Ich war schon sehr überrascht“, so Vizebürgermeisterin Barbara Burgmayr-Weigt (CSU) in der Sitzung und nannte die Pläne überdimensioniert. Sie wies auf die dörfliche Struktur und die Nachbarschaft hin. Mit dem Projekt ziehe man Verkehr an. „Ich werde da nicht zustimmen.“

Gegenverkehr unmöglich

Ähnlich auch CSU-Fraktionssprecher Siegfried Seidinger. Er verwies darauf, dass die Erschließung nicht unbedingt gesichert sei. Auf der schmalen Straße nach Eglharting sei Gegenverkehr nicht möglich.

Generell spreche nichts gegen das Projekt, so 3. Bürgermeister Klaus Seidinger (UWG). Er bezog sich aber auch auf den befürchteten Verkehr und dass sich die Bewohner der Ortsteile in Teilbürgerversammlungen gegen mehr Bebauung ausgesprochen hätten.

Projekt ist nicht abzulehnen

Von Seiten des Bauamtes ist die Position klar: Nach einer Aussage des Landratsamtes sei das Projekt im Innenbereich, wodurch es viele Möglichkeiten gebe. In einem Ortsgebiet seien nichtwesentlich störende Gewerbebetriebe erlaubt und auch Betriebe des Beherbergunggewerbes zulässig. Auf dem Grundstück seien ausreichend Stellplätze nachzuweisen. Und die Erschließung sei gegeben. Fazit: Man könne des Projekt gar nicht ablehnen.

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„Dieses Vorhaben hat eine massive Veränderung der Ortsstruktur zur Folge“, so Bürgermeister Udo Ockel (CSU). Ein zusätzliche Verkehrsbelastung innerorts erwartet der Rathauschef nicht, wohl aber auf der Verbindung nach Eglharting. Um an der Straße etwas machen zu können, müssten von privaten Eigentümern entlang der Trasse Grundstücke erworben werden. Die Verhandlungen gestalteten sich aber „extrem schwierig“. Und der Bürgermeister räumt ein: „Ich habe da auch keine Lösung.“

Knappe Mehrheit stimmt zu

Thomas Kroll (SPD) sprach sich für das Projekt aber gleichzeitig auch für eine Vertagung der Abstimmung aus. Er schlug vor, gemeinsam mit anderen Bauwerbern, hier geht es um Wohnbau, noch einmal über alles zu reden. Ziel könnte ein Gesamtkonzept sein. Jeder solle dabei zu seinem Recht kommen, so Kroll.

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Schließlich stimmte eine knappe Mehrheit im Gemeinderat dem Projekt zu. Die Debatte um die Verkehrsprobleme ist damit aber sicher nicht beendet

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