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Markante Architektur: Das neue Gebäude der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg in der Kirchseeoner Siedlerstraße. 

Wohnungsgenossenschaft Ebersberg baut in Kirchseeon

So geht es auch: Günstig mit Ausblick

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„Das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen“, freut sich eine künftige Mieterin in Kirchseeon. Zum Einzug gab es Blumensträuße. Sowas hat man nicht alle Tage.

Kirchseeon – Die günstigen Wohnungen sind bezugsfertig, manche Arbeiten am Haus und im Garten sind noch nicht abgeschlossen. Aber aus vor dem Haus parkenden Autos werden bereits Möbel ausgeladen und durch die Eingangstüre getragen. Mit einem kleinen offiziellen Akt wurde das Gebäude jetzt „eröffnet“. Für die neuen Mieter gab es zum Einzug Blumensträuße. Die Nettomieten liegen zwischen 5,60 und acht Euro pro Quadratmeter und damit etwa 50 Prozent unter den Sätzen des Freien Marktes. Die Wohnungen sind für Alleinerziehende, Alleinstehende, Rentner und Familien, für Personen mit geringem und mittlerem Einkommen, die dringend auf staatliche geförderten und somit bezahlbare Wohnungen angewiesen sind, so die Verantwortlichen.

Markante Balkone am Gebäude

Entstanden sind im Projekt an der Siedlerstraße in Kirchseeon 14 geförderte Wohnungen mit insgesamt 871 Quadratmetern. Umgesetzt wurde das Projekt von der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg. Auffällig an der Planung der Architekten Aschauer und Betz aus Grafing: Lichtdurchflutete Räume und markante Balkone. Als Loggia ausgeführt, sind diese Flächen quasi ein zusätzlicher Außen-Wohnraum, geschützt durch ein Dach, abgeschlossen und dennoch durchlässig gestaltet mit den Seitenwänden aus Holz.

Rund drei Millionen Euro Baukosten

Die geplanten Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro wurden nur geringfügig überschritten. Finanziert wurde das Projekt durch ein staatliches Darlehen von rund 1,3 Millionen Euro und einen staatlichen Zuschuss von rund 260 000 Euro. Die Genossenschaft steuerte Eigenmittel in Höhe von 725 000 Euro bei. Hinzu kamen Zuschüsse des Landkreises sowie der Kommune Kirchseeon von jeweils 77 500 Euro. Die Gemeinde brachte zudem das Grundstück ein, auf dem bisher bereits ein Haus mit günstigen Mieten stand. Die Gemeinde hätte auch die Möglichkeit gehabt, das attraktive Grundstück zu einem sehr viele höheren Preis am freien Markt an einen Bauträger zu verkaufen, so Ulrich Krapf, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft beim offiziellen Termin. Die Gemeinde stelle sich jedoch ihrer Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum für ihre Bürger zur Verfügung zu stellen. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Krapf.

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Schwierige Grundstücksbeschaffung

Das große Problem sei nicht, günstige Wohnungen zu bauen, so Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel. Schwierig sei, Grundstücke zu bekommen. In Kirchseeon und um den Ort herum seinen die möglichen Baugrundstücke im Eigentum von nur wenigen Personen. Und die seien nicht in der Not, etwas veräußern zu müssen.

Landrat Robert Niedergesäß sprach in Bezug auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum von der „großen Not unserer Zeit“. Das Projekt in Kirchseeon sei ein wichtiger Mosaikstein.

Bezahlbarer Wohnraum sei ein wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden, so Krapf. Nur so könnten Menschen in sozialen Berufen wie in Kitas, Krankenhäusern oder in den Lebensmittelmärkten in der Region gehalten werden. Auch in den Vereinen und in den Feuerwehren seien überwiegend Personen mit geringem oder mittlerem Einkommen ehrenamtlich engagiert. Würden diese wichtigen Menschen wegen zu hoher Mieten „aus unserer Region vertrieben, würde vieles für uns so Wichtige nicht mehr so funktionieren, wie wir es gewohnt sind.“

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