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Mehr Knöllchen könnte es bald für Falschparker in Kirchseeon geben.

Kontrollzeit wird verlängert

Kirchseeon setzt Zeichen gegen Falschparker

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Falschparker müssen sich in Kirchseeon auf verstärkte Kontrollen einstellen. Der Gemeinderat hat das Stundenkontingent für die Überwachung deutlich erhöht

Kirchseeon –  Dem Beschluss vorausgegangen sind Beschwerden aus der Bevölkerung. Das Thema hatte zuletzt den Marktgemeinderat am Beispiel der Bucher Straße in Eglharting beschäftigt, im Straßenabschnitt vor der Bäckerei und dem Gemüseladen. Dort gibt es an der Einmündung von der B 304 ein absolutes Halteverbot, auch aus Sicherheitsgründen. Doch diese Vorgabe wird sehr oft nicht eingehalten.

Verkehrsüberwachung seit 1998

Hintergrund: Die Kommunale Verkehrsüberwachung beim Markt Kirchseeon gibt es seit dem Jahr 1998. Zunächst ging es um Geschwindigkeitsmessungen. Ab 2001 wurde auch der ruhende Verkehr überwacht. Zu Beginn waren die Überwachungszeiten auf acht Stunden im Monat festgesetzt, ab 2009 wurde die Stundenzahl auf 16 Stunden pro Monat erhöht.

Etliche Brennpunkte in der Gemeinde

Laut Rathausverwaltung würden Verkehrsteilnehmer das Abstellen von Fahrzeugen in den beschränkten beziehungsweise verbotenen Bereichen als „kostengünstigere“ Alternative zur Anmietung eines Stellplatzes sehen. Ebenso würden ungern etwas weiter entferntere Parkmöglichkeiten angenommen, um sich so einen kurzen Fußweg zu ersparen. Als Brennpunkte nennt das Rathaus insbesondere Werkstraße, Fritz-Litzlfelder-Straße, Zugspitzstraße, Marktplatz, Wasserburger Straße, Moosacher Straße, Alpenstraße, Schulgasse und Bucher Straße. Eine Erhöhung der Stundenanzahl der Überwachung wäre nach Ansicht des Rathauses sinnvoll, um noch mehr Präsenz zu ermöglichen, hieß es.

Ockel: Rüpelhaftes Parken

So sahen dies auch die Mitglieder des Marktgemeinderates. Bürgermeister Udo Ockel (CSU) sprach von „rüpelhaftem Parken“. Bei der derzeitigen Regelung sei die Chance, ein Ticket zu bekommen, aber mehr als gering. Gemeinderat Paul Hörl (CSU) plädierte dafür, die Kontrollen zu erhöhen. „Wir müssen ein Zeichen setzen.“ Hörl schlug vor, das Kontingent auf mindestens 30 Stunden zu erhöhen. Klaus Viellechner (UWG) sprach sich dafür aus, die Aufsstockung zunächst auf zwei Jahre zu begrenzen. „Wir könne auch ein Jahr nehmen und schauen, ob sich etwas ändert“, so Bürgermeister Ockel. Dem stimmte Andrea Oberhauser-Hainer (Grüne) zu. Thomas Kroll (SPD) sprach von einer „erzieherischen Maßnahme“.

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Klar wurde in der Sitzung, dass es in der Marktgemeinde ein grundsätzliches Parkplatzproblem gibt. So erklärte Stephan Leuverink (SPD), dass er, wenn er am Abend nach Hause komme, oft nur schwer einen Stellplatz finde. Auch rund um den Bahnhof sei es eine „Katastrophe“.

Protest der Anwohner

Grundsätzliche Zustimmung kam von Bürgermeister Ockel. Er nannte den Kirchseeoner Weg in Eglharting als Beispiel. Hintergrund: An der Straße stehen Wohnblocks und die Straße ist Zuweg zum S-Bahnhof. Das Problem: Die Durchfahrt ist wegen parkender Autos sehr eng. Dort müsste man eigentlich auf beiden Seiten ein absolutes Halteverbot erlassen, so der Bürgermeister. Zu erwarten ist dann aber der Protest der Anwohner. Eigentlich müssten auf den angrenzenden Grünflächen zusätzliche Parkplätze gebaut werden. Auch Gemeinderat Hörl betonte, das Parkplatzproblem sei eine Geschichte, die man bei der zukünftigen Verkehrsplanung „dringend angehen muss“.

Gemeinde verdient nichts

Zunächst einmal beschloss das Gremium, das Kontinent für die Überwachung auf 30 Stunden zu erhöhen. Wo kontrolliert wird, das könne die Gemeinde bestimmen, so Ockel, der auch betonte, die Überwachungm sei ein „Zuschussgeschäft“. Heißt: Die Gemeinde verdiene an den Strafzetteln nichts.

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