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Die bisherigen Zähler werden in Kirchseeon zunächst wohl weiterhin im Einsa tz sein.

Problem ist der Datenschutz

Kirchseeon: Funk-Wasserzähler kommen (vorerst) nicht

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In Kirchseeon wird es wohl keine elektronischen Funk-Wasserzähler geben, zumindest vorläufig nicht. Das gab Bürgermeister Udo Ockel (CSU) bekannt.

Kirchseeon –  Dieser Punkt war jetzt auch Thema im Werkausschuss des Marktgemeinderats und in der Bürgerversammlung. Man wolle zunächst einmal abwarten, so der Rathauschef und verwies auf viele kritische Stimmen in der Bevölkerung. „Ich werde nicht mehr dafür plädieren, dass wir das einbauen. Das bringt nur Ärger“, hatte er bereits früher gesagt.

Eigentlich gab es einen Beschluss des Werkausschusses des Gemeinderats vom Juli 2017. Die Kunden des Wasserwerks Kirchseeon sollten neue elektronische Zähler bekommen, die mit Funktechnik ausgerüstet sind. Damit wäre Kirchseeon Vorreiter im Landkreis gewesen. Nachfragen hatten ergeben, dass lediglich in schwer zugänglichen Versorgungsschächten entsprechende Geräte bisher teilweise eingebaut worden seien, um die Zählerablesung zu erleichtern. Es gibt aber auch Gemeinden in Bayern, in denen Funkzähler im Einsatz sind.

Die Vorteile für Kirchseeon schienen einleuchtend: Die Kunden müssten keine Zählerkarten mehr ausfüllen. Und durch das Auslesen der Tages- und Monatswerte könnten Wasserrohrbrüche schneller lokalisiert werden. Mit dem neuen System sollte ein Auto durch den Ort fahren und an ein bis zwei Tagen die Funkübertragungen der Zähler aus den Wohnhäusern aufnehmen. Erwartet wurde dadurch auch eine Entlastung der Verwaltung im Rathaus.

Doch es regte sich Widerstand. Es ging um Datenschutz. Befürchtet wurde, dass es durch das elektronische Auslesen möglich sei festzustellen, wann jemand beispielsweise während der Nacht die Toilette benutzt oder wann die Familie im Urlaub ist und kein Wasser verbraucht wird. Kritisch wurde auch ein möglicherweiseständig strahlender Wasserzähler gesehen.

Die Debatte wurde nicht nur in Kirchseeon geführt, sondern auch auf Landesebene. Verbraucherschützer warten vor den Funkzählern. Im März dieses Jahres machte dann der Marktgemeinderat ein großes Fragezeichen hinter das Projekt. Denn es zeichnete sich ab, dass möglicherweise niemand gezwungen werden könne, die neuen Zähler einbauen zu lassen. „Dann hätten wir zwei Zählerwelten“, so der Bürgermeister damals. „Spätestens dann macht es keinen Sinn mehr.“ In der Debatte standen auch die Kosten. Die Umrüstung wurde mit rund 200 000 Euro veranschlagt. 130 000 Euro für die Zähler, 70 000 Euro für den Einbau. „Dann machen wir das halt nicht“, so der Bürgermeister jetzt.  „Ich habe keine Laune, darüber zu streiten.“ Abschließend im Gemeinderat diskutiert ist das Thema jedoch noch nicht.

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