1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Kirchseeon

Rettung für Kirchseeoner Brunnen rückt näher – Neuer Standort im Gespräch

Erstellt:

Von: Robert Langer

Kommentare

Angeschlagen: Die Buberl-Statue in Kirchseeon.
Angeschlagen: Die Buberl-Statue in Kirchseeon. © Stefan Roßmann

Die Rettung des Kirchseeoner Brunnenbuberls samt der Gans, alles in einer neuen Form mit neuem Material, rückt näher. Denn ein Spendenaufruf zeigt Wirkung. Und es gibt eine neue Diskussion um einen möglichen Standortwechsel.

Kirchseeon – Durch Altersfolgen aber vor allem wegen Vandalismus war die Brunnenfigur am Marktplatz immer wieder schwer beschädigt worden. Die „Narben“ sind an der Figur deutlich zu sehen.

Dagmar Kramer, über viele Jahre Vorsitzende des Heimatkundevereins, startete eine Aktion: Das Steinbuberl soll durch eine unverwüstliche Metallversion ersetzt werden. Benötigt werde ein vierstelliger Euro-Betrag, schätzte Kramer im Gespräch mit der EZ. Dazu läuft ein Spendenaufruf an Privatpersonen und Unternehmen vor Ort.

Mehrere Hundert Euro Spenden schon beisammen

Offiziell verbucht und verkündet gingen bisher 500 Euro ein, wie Bürgermeister Jan Paeplow jetzt im Marktgemeinderat bekannt gab. Die Summe sei seit der Gemeinderatssitzung noch gewachsen, weil inzwischen weitere Beträge eingegangen seien. Der Rathauschef freute sich über das Interesse aus der Bevölkerung an dem steinernen Stück jüngerer Kirchseeoner Geschichte.

Als vor 65 Jahren der heutige Kirchseeoner Marktplatz noch Ortsstraße hieß und von einer von Vorgärten begrenzten Straße zu einem offenen Platz umgestaltet wurde, verengte man die im Westen entstehende Breite, so dass man dort eine größere Freifläche hatte, die es zu begrünen galt. Das von vier Kastanien umgebene Kriegerdenkmal bildete den Abschluss des heutigen Marktplatzes. Die Lösung war ein Brunnen, der mangels kommunaler Finanzmittel privat finanziert wurde. Eben das auffällige Brunnenbuberl samt dem Schwan. Die Grünanlage im Umfeld wurde über die Jahre intensiv gepflegt.

Neuer Standort am Marktplatz - oder am Rathaus?

Überlegungen gibt es derzeit, den Standort der Brunnenfigur zu verändern – auch aus Fragen der Sicherheit. Ein Vorschlag wäre, die Statue mit Buberl und Schwan vor das Rathaus zu setzen. Kramer könnte sich allerdings auch vorstellen, einen Platz vor dem Buchladen zu wählen.

Das wäre dann ein Abschluss für den Marktplatz mit dem Kugelbrunnen auf der einen Seite, dann dem Perchtenbrunnen im weiteren Verlauf und schließlich dem Buberl im Osten. „Wir könnten damit eine Diskussion um einen möglichen neuen Standort anstoßen“, so Kramer.

Noch mehr aus der Region Ebersberg lesen Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Ebersberg-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare