Ein Techniker testet Solaranlagen.
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Der Markt Kirchseeon will seine Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausrüsten.

Gemeinderat gibt grünes Licht

Kirchseeon steckt Hunderttausende in Photovoltaik

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Rund 300 000 Euro will Kirchseeon in diesem Jahr in die Photovoltaik investieren. Vorgesehen sind Anlagen auf sechs gemeindlichen Gebäuden – vom Rathaus über den Bauhof, das ATSV-Vereinsheim, und den Kindergarten Spatzennest bis zur Feuerwehr.

Kirchseeon - Kritisch gesehen wurde im Gemeinderat jedoch die Schule in Eglharting als sechster und größter Standort. Derzeit ist noch nicht klar, was mit dem in die Jahre gekommenen Gebäude passieren soll. Auch ein Abriss ist im Gespräch. Die Planung der PV-Anlage auf dem Schuldach soll nun zunächst hinten angestellt werden.

2019 war die Gemeinde „Klimaregion Ebersberg“ beigetreten. „Diesmal geht es darum, Nägel mit Köpfen zu machen“, betonte jetzt Bürgermeister Jan Paeplow (CSU) „Wir können uns nur kleine Schritte leisten, aber wir tun sie.“

190.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr

Gerechnet wird mit einer Stromproduktion von rund 190 000 Kilowattstunden pro Jahr. Damit können laut Paeplow rund 90 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Zum Vergleich: ein Vierpersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus verbraucht rund 4500 Kilowattstunden pro Jahr.

Gemeinde finanziert das Projekt selbst

Zu Debatte standen zwei Modelle. Erste Variante: Die EBERWerk GmbH tritt als Investor auf. Der Markt pachtet die Anlagen, nutzt den Strom für seine Häuser und erhält die Einspeisevergütung für den Überschussstrom. Nach Abzug aller Kosten würde sich nach 20 Jahren ein positives Gesamtergebnis von rund 64 000 Euro ergeben.

Zweite Variante: Die Gemeinde finanziert das Projekt selbst und führt ein Vergabeverfahren durch. Das ist laut Rathaus wirtschaftlicher. Trotz der anfänglich höheren Investition sei nämlich ein deutlich höherer Gewinn zu erwarten. Es geht um etwa 93 000 Euro mehr. Diese Variante soll nun umgesetzt werden.

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