Den Bogen gespannt – vom Schulbeginn bis zum Abitur. Anlässlich der Zeugnisverleihung im Gymnasium Kirchseeon wurde Rückschau gehalten. Foto: Stefan Rossmann

Kirchseeon verabschiedet Abiturienten

„Eigentlich ein braver Jahrgang“

  • schließen

Ungezwungen war die Verabschiedung der Abiturienten in Gymnasium Kirchseeon. Oberstufenkoordinator Tobias Scheller rief jeden der Absolventen einzeln auf.

Kirchseeon – Auf der Bühne dann Händeschütteln mit dem gesamten Direktorium, teilweise mit freundlicher Umarmungen. Anschließend folgte ein kurzes Gespräch mit Direktorin Simone Voit, das nicht über das Mikrofon übertragen wurde. Dazu waren Kinderfotos der Absolventen auf einer Leinwand zu sehen, unter anderem vom ersten Schultag.

Scheller informierte die Zuhörer in der voll besetzen Eingangshalle über weitere Aktivitäten der jeweiligen Schüler in der Schule, vom Sporttheater über den Chor bis zum AK-Soziales. Auch über den normalen Schulalltag hinausgehende Zusatzqualifikationen und Wettbewerbserfolge wurden erwähnt. Und dann noch ein offizielles Foto des jeweiligen Abiturienten, das Zeugnis in der Hand, mit Voit und Scheller.

Voit philosophierte in ihrer Rede über das Abi-T-Shirt der Absolvia, auf der eine „kraftstrotzende Figur“ zu sehen sei. „Nur das geschulte Auge erkennt Superman und Supergirl“, so die Direktorin, Die Abiturienten seinen alle Superfrauen und Supermänner. Den Absolventen riet sie, bewusst die Stimmung bei der Zeugnisübergabe aufzunehmen. „Ruft sie zurück, wenn es einmal nicht so gut geht, wenn nichts klappt. Das wird euch Kraft, Energie und Zuversicht geben. Ihr hat etwas geleistet.“

Aber auch die Eltern seien Superhelden. Schließlich hätten sie die heutigen Abiturienten tatkräftig begleitet.

Kritik gab es von der Direktorin aber auch mit dem Blick auf die vielen Fehltage der Schüler. „Ein besseres Zeitmanagement wirkt Wunder“, meinte Voit.

Das wollten die Sprecher der Absolventen so nicht stehen lassen. „Eigentlich sind wir ein braver Jahrgang“, betonte Layla Roche. Man müsse sehen, wie es in anderen Schulen zugehe. In Kirchseeon habe es keine Schlägereien oder mutwillige Sachbeschädigungen gegeben. Und: „Wir mögen unsere Lehrer.“ Jannis Kudjakov ergänzte in Donald-Trump-Manier: „Wir sind der beste Jahrgang ever.“ Alles andere seien „fake news.“ Mit Blick in die Zukunft meinte Kudjakov: „Wir sind bestens gerüstet, lasst es uns in Angriff nehmen.“

„Das Lernen hört noch lange nicht auf“, betonte Janet Lörner, Vorsitzende des Elterbeirats. „Egal welchen Weg ihr einschlagt: Behaltet die Neugier, überzeugt durch Leistung, macht eure eigenen Erfahrungen, setzt euch für das Gemeinwohl ein.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr übernimmt Patenschaft
Mitglieder der THW-Ortsgruppe Markt Schwaben mussten bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr ganz besondere Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Der Lohn: Die …
Feuerwehr übernimmt Patenschaft
2018 ist das Jahr der Feuerwehr Pliening
Die erste Kinderfeuerwehr im Landkreis ist gegründet: In Pliening gibt es für Mädchen und Buben ab sechs Jahren die Möglichkeit, Erfahrungen und Erlebnisse bei der …
2018 ist das Jahr der Feuerwehr Pliening
Wildschwein-Abschuss: „Wir brauchen Nachtzielgeräte“
70 Prozent aller Wildschweine sollten vorsorglich getötet werden, um den Ausbruch der „Schweinepest“ zu verhindern, fordert der Bauernverband. Landwirt und Jäger Werner …
Wildschwein-Abschuss: „Wir brauchen Nachtzielgeräte“
Deshalb muss er seinen Laden im E-EinZ schließen
Ferdinand Paepke (66) hat im Ebersberger Einkaufszentrum E-EinZ seine letzte Chance gesehen. Er eröffnete einen kleinen Schreibwarenladen mit Post-Service - und ist …
Deshalb muss er seinen Laden im E-EinZ schließen

Kommentare