+
Anstoß für den neuen Raum: Jugendpfleger Moritz Fäßler mit den Jugendlichen Lasse, Philipp und Mert am Billardtisch.

Neuer Raum im ehemaligen Holzhandel

Kirchseeon: Jugend kommt unters Dach

  • schließen

Die offizielle Eröffnung steht noch aus. Aber der neue Treffpunkt wird schon genutzt. Unter dem Dach der ehemaligen Holzhandlung an der Bahnbrücke in Kirchseeon gibt es einen neuen Jugendraum der Gemeinde.

Kirchseeon – In die Renovierung waren die künftigen Nutzer eingebunden. Lasse (13) war von Anfang an dabei. „Zuerst haben wir im Erdgeschoss die Decke runter gerissen und Brandschutz eingebaut. Dann wurde gestrichen.“ Im ersten Stock des Hauses seien dann die Tapeten abgelöst worden. Auch wurden neue Wände eingezogen. Vieles hätten natürlich Handwerker gemacht, wie die neue Toilette und die kleine Küche. Philipp (14) erzählt: „An der Statik des Daches wurde gearbeitet, da wurden Balken versetzt.“ Eine neue Türe sei zudem eingesetzt worden. Und es gibt eine neue Außentreppe, die direkt zu den Räumen führt.

„Derzeit haben wir einmal in der Woche am Freitag von 13 bis 16 Uhr geöffnet“, erklärt der gemeindliche Jugendpfleger Moritz Fäßler (28). „Die Öffnungszeiten sollen aber noch ausgebaut werden.“ Das Projekt Jugendraum hat schon sein Vorgänger Benedikt Gruber angefangen. Fäßler ist seit 1. April im Amt. In München geboren, wuchs er in Zorneding und Wolfesing auf. „Ich kenne mich also hier aus.“ Fäßler studierte Pädagogik in Salzburg. Seinen Master machte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In Zorneding hat der unter anderem den Verein „Jüngste Kultur“ mitgegründet. Jetzt hat er eine halbe Stelle als Jugendpfleger, die andere halbe Stelle ist dem Sozialbereich im Rathaus Kirchseeon zugeordnet. „Das passt“, so Fäßler. Derzeit beschäftigt er sich mit dem Sommerferienprogramm für die Gemeinde und eben mit dem Jugendraum. Langfristig sei das Ziel, „dass die Jugendlichen hier mehr Verantwortung übernehmen.“ Heißt: Jugendliche könnten auch einen Schlüssel bekommen.

„Vor ein paar Wochen hat es hier noch ganz anders ausgesehen“, erzählt Simon (14). Inzwischen wurden unter anderem ein Billardtisch und ein Kicker aufgebaut. Verschiedene Spiele stehen im Regal. Eine Musikanlage mit Boxen ist ebenfalls vorhanden. „W-Lan soll noch kommen“, freut sich Mert (bald 13). Dann ist der Jugendraum internetfähig. Was sonst noch an Ausstattung angeschafft wird, ist offen. „Vielleicht fällt uns ja noch etwas ein“, meint Mert. Einfallen lassen dürfen sich die Jugendlichen einen offiziellen Namen für den Raum. „Den haben wir nämlich noch nicht“, erklärt Fäßler. Er will nun das neue Angebot zunächst bekannt machen. Und dann wird die Eröffnung gefeiert – mit einer Party.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erdbeben beschädigt Poinger Schule
Nicht nur Privatpersonen haben nach dem Erdbeben vom Samstag, 9. September, frische Schäden an ihren Häusern und Wohnungen festgestellt, sondern auch das Landratsamt.
Erdbeben beschädigt Poinger Schule
Magdalena aus Ebersberg
Ein Schwesterchen haben Johanna (5) und Michael (2) bekommen – und alle sind überglücklich. Magdalena ist das dritte Kind von Christina und Michael Winhart aus Ebersberg …
Magdalena aus Ebersberg
Kiosk wird größer und ansehnlicher
Schöner und gemütlicher: Das soll der neue Kiosk am Poinger Badesee sein. Betreiber Jans Mende will bis zur nächsten Badesaison umbauen und erweitern.
Kiosk wird größer und ansehnlicher
Das „Straßerl“, das zum Bauwerk wurde
Die Grafinger Ostumfahrung ist am Mittwoch feierlich eröffnet worden. Es gab Gesten, Seitenhiebe und die Mahnung zur Verkehrswende.
Das „Straßerl“, das zum Bauwerk wurde

Kommentare