Mülltonnen warten in der Rotbuchenstraße auf Leerung. Künftig wird die Entsorgung teurer.
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Mülltonnen warten in der Rotbuchenstraße auf Leerung. Künftig wird die Entsorgung teurer.

Gebühren steigen ab nächstem Jahr – „Furchtbare Situation“ an den Containern

Kirchseeoner müssen für Müll mehr zahlen

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Die Kirchseeoner müssen ab nächstem Jahr für die Müllentsorgung tiefer in die Tasche greifen. Das wurde im Gemeinderat bekannt.

Kirchseeon – Die Müllgebühren in Kirchseeon steigen. Grundlage dafür ist eine Neuberechnung der Kosten, wie Kämmerin Christiane Prosser in der Sitzung des Marktgemeinderats betonte. Sie wies auf einen Fehlbetrag in den vergangenen Jahren hin, der durch neuen Sätze ausgeglichen werden soll. Dies gilt unter anderem für die Abfalltonnen. Ein „Restmüllbehältnis“ mit 80 Litern ohne Eigenkompostierung, also ohne Ermäßigung, kostet künftig 16,30 Euro pro Monat. Bisher waren es 14,80 Euro pro Monat.

Höhere Sätze auch am Wertstoffhof

Zudem wird es teilweise höhere Sätze auch am Wertstoffhof geben. Und Müllsünder sollen stärker in den Blick rücken. SPD-Gemeinderat Thomas Kroll wies auf eine „furchtbare“ Situation an den Containern hin. In der Sitzung hieß es dazu, die Verursacher würden in der Regel nicht gefunden. Die Kosten würden sich aber in den Müllgebühren niederschlagen, so Kroll. Heißt: Alle zahlen mit. „Wir müssen überlegen, wie wir damit umgehen“, so der SPD-Gemeinderat. Das Thema sei schon öfters behandelt worden. Bisher gebe es aber keine Lösung. „Da müssen wir uns nochmals unterhalten“, stimmte Bürgermeister Jan Paeplow (CSU) zu.

Teurer wird es künftig bei „wilden Müllablagerungen“. Die bisherigen Sätze würden die tatsächlichen Kosten nicht decken. Nun sollen die finanziellen Forderungen an die Verursacher nach den Vorgaben der Gebührensatzung des Landkreises veranschlagt werden. Hinzu kommen noch die zum Zeitpunkt der Entsorgung gültigen Stundensätze für Personal- und Fahrzeugkosten.

Waage hat technische Probleme

Am Wertstoffhof wird es künftig bei den Entsorgungskosten teilweise eine Mindestgebühr geben. Da bisherige Mindestmengen konnten aufgrund technischer Probleme mit der Waage nicht erfasst und demzufolge nicht abgerechnet werden. Das hätte erhebliche Differenzen zwischen den tatsächlich entsorgten und den abgerechneten Entsorgungsmengen ergeben. So wird jetzt beispielsweise für die Anlieferung von Sperrmüll sowie behandeltem und unbehandelten Holz mit einem Gewicht unter acht Kilogramm eine pauschale Gebühr von zwei Euro erhoben.

Für die Anlieferung von Bauschutt wird pro Zehn-Liter-Eimer eine Gebühr von 30 Euro-Cent fällig.

Die Kirchseeoner Müllgebühren wurden letztmalig im Jahr 2017 für den Zeitraum von 2018 bis 2020 kalkuliert. Die neue Kalkulation gilt jetzt für den Zeitraum von 2021 bis 2023.

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